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Von den 180 Mitarbeitern übernahm Widmann 150, wobei er die komplette Führungsebene austauschte und durch bestehendes Personal aus seinem Unternehmen ersetzte. „Der Markt war vorhanden, der Lkw-Bereich im Wachstum und die Kunden neugierig. Jetzt lag es an uns, den Mitarbeitern Sicherheit zu bieten“, erklärt Widmann die damalige Situation. „Es war wichtig, Zukunftsperspektiven zu bieten und sich auf keine Experimente einzulassen. Die Übernahme war ein Risiko, das wir nicht auf die leichte Schulter genommen haben“, erklärt Widmann.
Anfang der Neunziger konnte Bruno Widmann erneut seiner Leidenschaft für Neubauten nachgehen. In Ellwangen-Neunheim entstand ein neuer Mercedes-Benz-Betrieb. Der Schwerpunkt dieses Standortes an der A7 liegt auf dem Lkw-Verkauf und -Service. Durch die Spezialisierung ist es möglich, besser auf die Bedürfnisse der Nutzfahrzeugkunden einzugehen. Es erwarten sie zum Beispiel längere Öffnungszeiten, damit ihre Transporter und Lkw nicht zu lange stehen.
Neue Standorte
Es folgten weitere Jahre der Bauplanung, denn die Betriebe in Haida, Meißen und Aalen mussten erneuert, erweitert oder modernisiert werden. Das ausklingende Jahrtausend endete 1999 mit der Übernahme der Mercedes-Benz-Vertragswerkstatt in Crailsheim inklusive Verkaufsgebiet. Weiterhin gliederte das Unternehmen die Mercedes-Benz-Vertragspartner in Schwäbisch Hall ein.
Von 2000 bis 2009 waren Chrysler, Jeep und Dodge Teil des Markenportfolios am Standort Aalen. Nicht nur deswegen erweiterte Widmann den Hauptbetrieb. Eine Waschstraße und eine Tankstelle kamen hinzu, und die Gebrauchtwagen glänzten auf einer neuen Präsentationsfläche. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde Platz für den Vertrieb von Smart-Pkw geschaffen, die 2001 als vorerst letzte Marke die Palette Widmanns ergänzten.
Nicht zu viele Marken
Der Diplomkaufmann Bernd Widmann hat schon früh erkannt, dass die Synergieeffekte zu klein sind, um noch mehr Marken aufzunehmen. Davon zeugt auch die Kündigung des Chrysler-Vertrags und die Konzentration auf die Kernmarken.
Trotz der Unternehmensgröße und des vielseitigen Angebots ist es dem Unternehmer wichtig, stets für Kundennähe zu sorgen und qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten. Dies sei auch ein wichtiger Grund dafür, dass Widmann seine Autohäuser stark in den regionalen Märkten aufstellen möchte. Auch die Jahre seit 2001 hatten viel zu bieten. So erhielt der Mercedes-Benz-Betrieb am Standort Crailsheim einen Neubau und ein Transporter-Gebrauchtwagen-Center (TGC). Neben den bestehenden Betrieben vergrößerte sich die Firmengruppe Widmann um Standorte in der Oberpfalz, in Amberg, Weiden, Eschenbach und Vohenstrauß. Dort erfolgte die Übernahme der dortigen Mercedes-Benz-Vertragsgebiete.
Diese lange Zeit mündete im Jahr 2006 im 50. Firmenjubiläum. Ein halbes Jahrhundert zuvor hatte Bruno Widmann mit zwei Kollegen begonnen. Heute stehen über 773 Mitarbeiter in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Brandenburg auf seiner Gehaltsliste.
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