Interview mit Thomas Peckruhn „Wir brauchen Anreize für die Elektromobilität“

Das Gespräch führte Doris S. Pfaff 5 min Lesedauer

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Auch 2025 bleibt für die Automobilbranche eine Herausforderung. ZDK-Vizepräsident und Sprecher der Fachgruppe Fabrikatsvereinigung, Thomas Peckruhn, glaubt aber an eine Erholung des E-Auto-Marktes.

„Ich würde alles genauso wieder tun“, sagt Thomas Peckruhn, unter anderem ZDK-Vizepräsident und Geschäftsführer der Automobilhandelsgruppe Liebe. Die aktuelle Lage stelle die Branche nicht vor Herausforderungen, die vom Handel nicht zu meistern wären.(Bild:  Promotor)
„Ich würde alles genauso wieder tun“, sagt Thomas Peckruhn, unter anderem ZDK-Vizepräsident und Geschäftsführer der Automobilhandelsgruppe Liebe. Die aktuelle Lage stelle die Branche nicht vor Herausforderungen, die vom Handel nicht zu meistern wären.
(Bild: Promotor)

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen, mit denen der Autohandel momentan konfrontiert wird?

Thomas Peckruhn: Aktuell sehen wir uns im Autohandel neben den wirtschaftlichen Herausforderungen mit einer Kaufzurückhaltung der Kunden insbesondere bei E-Fahrzeugen konfrontiert. Hinzu kommt die Verschärfung der CO2-Flottengrenzwerte, die ab dem nächsten Jahr in Kraft treten. Zwar betrifft dies in erster Linie die Hersteller, dennoch werden die Auswirkungen auch für den Handel spürbar sein. Um ihre Vorgaben zu erreichen, könnten die Hersteller die Neuwagenpreise für Verbrenner stark anheben oder den Verkauf von Verbrennern temporär komplett einstellen, um Strafzahlungen zu vermeiden. Das wäre allerdings aus Handelssicht kontraproduktiv, denn das würde die Kauflaune weiter dämpfen, statt sie zu fördern. Stattdessen brauchen wir Anreizsysteme pro E-Mobilität, wie wir sie mit unserer Mobilitätsprämie für die Generation Zukunft vorgeschlagen haben.