Mit 90 Ausstellern und deutlich mehr als 1.200 Teilnehmern waren die diesjährigen Würzburger Karosserie- und Schadenstage die erfolgreichste Veranstaltung seit dem Start der WKST. Im Fokus stand in diesem Jahr die Unfallreparatur von E-Fahrzeugen.
Die nächsten Würzburger Karosserie- und Schadenstage finden vom 21. - 22. März 2025 statt.
(Bild: Stefan Bausewein)
Als Timm Diesbach, Vertriebsleiter Kanzlei Voigt, und Konrad Wenz, Chefredakteur »Fahrzeug+Karosserie«, die diesjährigen Würzburger Karosserie- und Schadenstage (WKST) eröffneten, stand eines schon fest: Es ist heute nicht mehr die Frage ob, sondern wann und wie schnell sich die E-Mobilität durchsetzen wird. Deshalb widmeten sich die WKST fast ausschließlich batterieelektrisch angetriebenen Autos.
Das Eingangsstatement bestätigte auch Prof. Stefan Bratzel. Der Gründer und Direktor des Center of Automotive Management (CAM) zeigte den über 1.200 Teilnehmern, wie sich der Bestand an E-Fahrzeugen in Deutschland und Europa vermutlich entwickeln wird. Demnach geht das CAM von rund neun Millionen E-Fahrzeugen im deutschen Bestand bis zum Jahr 2030 aus. Bratzel erläuterte, dass inzwischen verstärkt chinesische Hersteller auf den deutschen Automarkt drängen würden. Diese seien deutlich innovationsfreudiger als die europäischen Fahrzeughersteller, was ihnen neben dem oft günstigeren Preis einen weiteren Wettbewerbsvorteil bringe.
Würzburger Karosserie- und Schadenstage 2024 – Tag 1
Technisch ging es um die Reparatur von verunfallten E-Fahrzeugen. Ein von der Dekra durchgeführter Crash mit einem E-Up von Volkswagen (Aufprallgeschwindigkeit 50 km/h, 40-prozentige Überlappung) zeigte eindrucksvoll, wie stabil die Fahrzeuge heute gebaut werden. Der Fahrgastraum war nur minimal beschädigt worden, das Battery-Pack überhaupt nicht.
Trotzdem drehte es sich in den Vorträgen häufig um den schlimmsten Fall, der da heißt: Das Battery-Pack ist beschädigt und die Batterie droht zu brennen. Obwohl dies nur in etwa einem Prozent aller Unfälle vorkommt, muss die Werkstatt auf genau diesen Fall vorbereitet sein. Dies wurde während der WKST sehr deutlich. Insbesondere die Größe und Ausstattung des sogenannten Quarantäneplatzes wurde eingehend diskutiert.
Zudem wurde klar, dass die Werkstatt ihre Mitarbeiter für den Umgang mit BEVs entsprechend schulen muss, und dass sie bestimmtes Equipment vorhalten muss. Eine gute Grundlage für die richtige Ausstattung seien die Herstellervorgaben – daran sollten sich Werkstätten zwingend halten, um auch rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
Verschiedene Juristen erläuterten den Teilnehmern der WKST, wie sie mit den anfallenden zusätzlichen Kosten umgehen sollten und was sie im Schadensfall an die Versicherungen weiterleiten können. Hierzu gehören beispielsweise auch die Standkosten des E-Fahrzeugs auf einem Quarantäneplatz. Der wissenschaftliche Assistent am Bundesgerichtshof, Dr. Sebastian Merck, erläuterte zudem, ab welchen Reparaturkosten es sich um einen Totalschaden handelt. Das vom BGH seit Jahren angewandte Stufenmodell (bis hin zu 130 % des Wiederbeschaffungswert) muss nach seiner Auffassung im Zusammenhang mit der E-Mobilität eventuell überdacht werden.
Schließlich kam auch die Praxis nicht zu kurz: Leonard Jurisch von der Carbon GmbH reparierte während der beiden Veranstaltungstage einen Seitenschaden an einem VW Passat Hybrid. Und die Werkstattinhaber Kay Dähn und Andreas Lau sowie Max Kogelheide, operativer Leiter EK Fahrzeugtechnik, machten deutlich, dass der Umgang mit E-Fahrzeugen in der Werkstatt kein Hexenwerk ist. Vor E-Fahrzeugen brauche man sich nicht zu fürchten, hieß es. In allen drei Betrieben würden schon seit Jahren E-Fahrzeuge repariert und es sei noch nie etwas passiert.
Zum Ende der Veranstaltung ging es fast schon traditionell um das Thema Geld. Rechtsanwalt Henning Hamann, Geschäftsführer Kanzlei Voigt, erläuterte, was die neueste BGH-Rechtsprechung zum Werkstattrisiko für Werkstätten bedeutet und wie sie sich künftig verhalten sollten. Sein Appell: „Wickelt bitte keinen Haftpflichtschaden mehr ohne Sachverständigen ab, und möglichst auch nicht ohne Verkehrsfachanwalt.“
SAVE THE DATE: WÜRZBURGER KAROSSERIE- UND SCHADENSTAGE 2025
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Die Redaktionen von »Fahrzeug+Karosserie« und »kfz-betrieb« haben in diesem Jahr den Fokus der WKST auf das Thema E-Mobilität gelegt. Vom Crash über den Abschleppvorgang, die eventuell notwendige Quarantäne, die Batterieüberwachung, die notwendige Werkstattausrüstung bis hin zur Live-Reparatur eines E-Fahrzeugs zeigte die Würzburger Branchenveranstaltung den richtigen Umgang mit E-Fahrzeugen in der Werkstatt auf. Darüber hinaus boten die WKST eine große Branchenausstellung (90 Aussteller).
Unterstützt wurde der Branchentreff von den Kooperationspartnern Kanzlei Voigt Rechtsanwälte und dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF), den Sponsoren Automechanika, Carbon, Carento, Dekra und Nexa Autocolor sowie den Business-Partnern BASF, Fix Auto, gt Motive, Heni und Riparo.
Stand: 08.12.2025
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