Statistik Zahl der Verkehrstoten steigt 2025 leicht

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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In diesem Jahr sind wieder mehr Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen als im Vorjahr. Mitverantwortlich dafür sind auch viele Autofahrer, die ohne gültigen Führerschein unterwegs sind.

Mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr: Laut Statistischen Bundesamt passierten 2025 mehr Unfälle als im Vorjahr und mehr Menschen starben dabei.(Bild:  Polizei Coesfeld)
Mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr: Laut Statistischen Bundesamt passierten 2025 mehr Unfälle als im Vorjahr und mehr Menschen starben dabei.
(Bild: Polizei Coesfeld)

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird im Jahr 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) leicht steigen. Auf Basis der vorliegenden Daten für die Monate Januar bis September rechnen die Statistiker für das Gesamtjahr mit rund 2.810 Todesopfern im Straßenverkehr – etwa 40 mehr als im Vorjahr (2024: 2.770). Damit setzt sich der seit zwei Jahren anhaltende Trend steigender Unfalltoter fort, nachdem 2021 mit 2.562 Getöteten der bisher niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht wurde.

Auch die Zahl der Verletzten erhöht sich voraussichtlich leicht – auf rund 370.000 Personen (2024: 364.993). Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle stagniert dagegen und liegt weiterhin bei etwa 2,5 Millionen Fällen. Davon entfallen rund 2,2 Millionen auf Sachschadensunfälle und 290.000 auf Unfälle mit Personenschaden.

Damit bleibt das Unfallgeschehen in Deutschland trotz sinkender Pkw-Bestände und gestiegenem Verkehrsaufkommen nach wie vor auf hohem Niveau. Auffällig ist, dass der Anteil schwerer Unfälle nicht weiter zurückgeht. Verkehrsanalysten führen dies unter anderem auf zunehmende Mobilität im ländlichen Raum, höhere Unfallgefahren durch Elektromobilität im Mischverkehr und zunehmende Ablenkung im Straßenverkehr zurück.

GDV: Illegales Fahren bleibt Risiko

Ergänzend zur amtlichen Statistik hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf eine weitere Zahl und ein Sicherheitsproblem hingewiesen. Laut einer Auswertung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) verursachten im Jahr 2024 mehr als 7.000 Menschen Verkehrsunfälle, ohne eine gültige Fahrerlaubnis zu haben. Dabei kamen 93 Menschen ums Leben und 1.473 Menschen wurden schwer verletzt.

Nach Angaben der UDV saßen allein im vergangenen Jahr über 42.000 Verurteilte trotz Führerscheinentzug oder Fahrverbot wieder hinter dem Steuer. Häufigste Ursachen für den Entzug waren Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer, wiederholte Geschwindigkeitsstöße oder andere schwere Verkehrsdelikte. In einer begleitenden Studie weist die UDV darauf hin, dass psychologische Betreuung und therapeutische Aufklärung Betroffenen helfen könnten, Rückfälle zu vermeiden. „Jeder kann Unfallopfer unerlaubt Fahrender werden. Die Statistik zeigt nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer ist hoch.“ Laut der Untersuchung gaben 89 Prozent der befragten Personen an, während des illegalen Fahrens nie kontrolliert worden zu sein, warnt UDV-Leiterin Kirstin Zeidler. Besonders häufig sitzen Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren ohne Fahrerlaubnis am Steuer.

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