Energiekrise ZDK fordert Hilfen für den Mittelstand

Von Nick Luhmann

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Die stark gestiegenen Energiekosten fressen die Margen der Kfz-Betriebe auf. Deshalb hält ZDK-Präsident Jürgen Karpinski staatliche Entlastungen speziell für den Mittelstand für erforderlich. Das bisherige Maßnahmenpaket der Bundesregierung federe die Belastung nicht ab und berücksichtige nicht die Kfz-Betriebe.

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski sieht die Existenz vieler Kfz-Betriebe durch die hohen Energiekosten gefährdet und fordert von der Bundesregierung Entlastungsmaßnahmen.(Bild:  ZDK)
ZDK-Präsident Jürgen Karpinski sieht die Existenz vieler Kfz-Betriebe durch die hohen Energiekosten gefährdet und fordert von der Bundesregierung Entlastungsmaßnahmen.
(Bild: ZDK)

Eine gezielte Unterstützung der Kfz-Betriebe beim Abfedern der Energiepreisexplosion fordert der Vorstand des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). „Die horrenden Energiepreise fressen die ohnehin schmalen Margen der Kfz-Betriebe auf“, so ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

„Im 65 Milliarden Euro umfassenden Maßnahmenpaket III der Bundesregierung fehlen klar definierte Hilfen für die mittelständische Wirtschaft. Unsere 37.000 Autohäuser und Werkstätten mit ihren 435.000 Mitarbeitenden sind das Herz des Mittelstands, denn ohne uns ist die individuelle Mobilität in unserem Land nicht aufrecht zu erhalten", kritisiert Karpinski.

Aktuell kämpfen die Autohäuser mit massiven Rückgängen beim Neufahrzeugverkauf und im Gebrauchtwagengeschäft, weil es an lieferbaren Fahrzeugen fehle. Nach Ansicht des ZDK-Vorstands leite die Energiekrise den nächsten Rückschlag ein. „Viele Betriebe stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand“, so Karpinski. Das bestätigten die Rückmeldungen von Betriebsinhabern, die um ihre Existenz fürchten und damit um die Arbeitsplätze vieler Beschäftigter.

Nicht nur die Arbeitsplätze seien dadurch gefährdet, sonder auch die unverzichtbare Dienstleistung des Kfz-Handwerks. Im Sinne der Kundenzufriedenheit sei es das Ziel der Betriebe, jetzt in der wichtigen Herbst-Saison und der Zeit des Reifenwechsels die gewohnte Dienstleistungsqualität für die Kunden aufrecht zu erhalten.

Wenn Betriebe nun aufgrund der Kostenexplosion im Energiesektor im Herbst und Winter Energie sparen müssten, führe das automatisch zu Einschränkungen. „Die Regierung muss sich fragen lassen, ob für eine systemrelevante Branche nicht gezielte und massive Unterstützungsmaßnahmen notwendig sind, um die Verkehrssicherheit sowie die für unsere Volkswirtschaft unverzichtbare Mobilität mit Pkw und Lkw in gewohnter Weise zu gewährleisten“, so Karpinski.

Die Leidtragenden seien am Ende die Arbeitnehmer, die ohne ihr Auto nicht auskommen könnten, und insbesondere auch die gewerblichen Kunden, die auf betriebsbereite Fahrzeugflotten angewiesen seien. Karpinski: „Wir brauchen für unsere Betriebe dringend Entlastung bei den Energiekosten. Der Mittelstand trägt dieses Land entscheidend mit, und dafür muss er in solch einer Krise gestärkt werden.“

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