Bundestagsneuwahlen ZDK fordert Unterstützung der E-Mobilität

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Für die am 23. Februar anstehende Bundestagswahl hat der ZDK zehn Forderungen gestellt, die die neue Regierung erfüllen müsse, um die deutsche Automobilindustrie zu stärken. Dazu zählen Maßnahmen, um den E-Auto-Kauf anzuschieben.

ZDK-Präsident stellt an die künftige Bundesregierung Forderungen. Insbesondere geht es um bessere Rahmenbedingungen für die Autobranche und den Hochlauf der E-Mobilität.(Bild:  Promotor)
ZDK-Präsident stellt an die künftige Bundesregierung Forderungen. Insbesondere geht es um bessere Rahmenbedingungen für die Autobranche und den Hochlauf der E-Mobilität.
(Bild: Promotor)

An die künftige Bundesregierung richtet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) einen Forderungskatalog, der zehn Punkte umfasst. Angesichts des festgefahrenen Hochlaufs der E-Mobilität müsse die Politik dringend die Rahmenbedingungen für den Automobilstandort Deutschland verbessern.

Zudem strebt der ZDK künftig ein stärkeres Gehör in politischen Entscheidungsprozessen für die Belange der über 470.000 Beschäftigten sowie 40.000 Betriebe und Autohäuser an.

„Die Politik muss in der kommenden Legislaturperiode schnellstmöglich die Weichen dafür stellen, dass das Kfz-Gewerbe als großer Wirtschaftszweig endlich wieder attraktive Rahmenbedingungen vorfindet“, sagt ZDK-Präsident Arne Joswig. Mobilität sei mehr als nur ein Grundbedürfnis und gehöre zum Kern von Freiheit und Wirtschaft. Die Politik trage daher Verantwortung dafür, dass diese Freiheit nicht durch ideologisch bedingte Verteuerungen der Automobilität eingeschränkt werde.

Fairer Zugang zu Fahrzeugdaten

Ein anderes Schwerpunktthema für den ZDK ist der Zugang zu Fahrzeugdaten. Hier sieht das Kfz-Gewerbe Handlungsbedarf für die Politik und tritt auf EU-Ebene für einen diskriminierungsfreien Zugang für Werkstätten und Drittanbieter ein – sowohl zu fahrzeuggenerierten Daten als auch zu Wartungs- und Reparaturinformationen.

Die weiteren Forderungen des ZDK an die politischen Parteien in Berlin lauten: Abbau bürokratischer Hemmnisse, Aufwertung von Ausbildung und technischen Berufen, Sicherung von Fachkräften, Modernisierung der Straßeninfrastruktur und Rückkehr zum Prinzip „Straße finanziert Straße“, Verknüpfung des Individualverkehrs mit anderen Verkehrsträgern, Gewährleistung einer nachhaltigen und bezahlbaren individuellen Mobilität, Berücksichtigung alternativer Kraftstoffe bei der Dekarbonisierung des Straßenverkehrs sowie eine starke Vertretung deutscher Verkehrsinteressen durch entscheidungsfreudige Regierungsvertreter in der EU.

Neuwahlen bieten Chancen zur Neuausrichtung

Die bevorstehenden Neuwahlen bieten eine große Chance zur Neuausrichtung. Als ZDK wollen wir dabei mitwirken und bieten der Politik gerne unsere Unterstützung an“, so Joswig. „Die Interessen unserer mittelständischen Betriebe im Kfz-Handel und Handwerk dürfen nicht mehr länger unter die Räder kommen. Wir wünschen uns eine Verkehrspolitik, die sich bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft von wirtschaftlicher Vernunft und Tatkraft leiten lässt.“

So auch beim wichtigen Thema Elektromobilität, wo der Einbruch der Verkaufszahlen von vollelektrischen Pkw (BEV) in diesem Jahr den Bedarf an Förderung umso mehr unterstreicht. „Leider warten hier unser Kanzler und Vizekanzler auf Europa, statt das Heft des Handelns selbst zu ergreifen. Und sie tun dies gerade jetzt in der Stunde der Not, wo Beschäftigung und Entwicklung der gesamten Automobilbranche mit Autohandel und Werkstätten wichtige Wachstumsimpulse brauchen“, sagt Joswig und stellt klar: „Was jetzt gefordert ist, sind Entscheidungen und Führung.“

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