Europapolitik ZDK mahnt Regulierung der Fahrzeugdaten an

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Die sektorspezifische Regulierung zum Zugang von Fahrzeugdaten wird die EU nicht mehr vor der Wahl auf den Weg bringen. Der ZDK kritisiert dies und fürchtet, dass die Hängepartie darum den Autoherstellern in die Hände spielt.

Um Fahrzeuge reparieren und warten zu können, benötigen die Kfz-Betriebe den freien Zugang zu den Daten – auch auf die, die das Fahrzeug generiert. Denn damit lassen sich neue Geschäftsmodelle realisieren.(Bild:  ProMotor)
Um Fahrzeuge reparieren und warten zu können, benötigen die Kfz-Betriebe den freien Zugang zu den Daten – auch auf die, die das Fahrzeug generiert. Denn damit lassen sich neue Geschäftsmodelle realisieren.
(Bild: ProMotor)

Seit Jahren ringen Kfz-Betriebe mit den Autoherstellern um den fairen und freien Zugang zu den Fahrzeugdaten. Dabei geht es nicht nur um Zugänge, die zur Reparatur und Wartung erforderlich sind, sondern auch um solche, die von den Fahrzeugen generiert werden. Sie bieten die Basis für weitere Geschäftsmodelle, vorausgesetzt, sie stehen allen Marktteilnehmern zur Verfügung.

Dass es einer weiteren Regulierung bedarf, darin sind sich alle Akteure und Verantwortlichen einig. Dies hat auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seinem Urteil vom 5. Oktober 2023 festgelegt: Automobilhersteller dürfen Zugänge zu Fahrzeugdaten nicht einschränken. Marktteilnehmer haben einen Anspruch auf einen freien Zugang zu Reparatur- und Wartungsdaten sowie Informationen des On-Board-Diagnosesystems (OBD), einschließlich des Schreibzugriffs gemäß der Typgenehmigungsverordnung 858 (EuGH C-296/22). Diese wird aufgrund des EuGH-Urteils nun neu überarbeitet.