ZDK präsentiert Mehrmarken-Diagnosegerät

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Der ZDK hat den Prototypen für ein Mehrmarken-Diagnosegerät entwickelt. Kfz-Betriebe kommen so schneller und einfacher an die Informationen der Hersteller. 2015 soll die Vermarktung beginnen.

(Foto: ZDK)

Der ZDK hat ein Mehrmarken-Diagnosegerät entwickelt. Der Prototyp, bestehend aus einem handelsüblichen Computer und einem Kommunikationsgerät, dient zur Fahrzeugdiagnose und Software-Neuprogrammierung. Aktuell lassen sich Euro-5-/Euro-6-Fahrzeuge der Marken BMW und Mini, Mercedes-Benz und Smart, Volkswagen, Audi, Seat und Skoda sowie Opel und Ford damit diagnostizieren und neu programmieren.

Hierzu werden die Original-Softwareprogramme der Hersteller genutzt. Der Vorteil für Kfz-Betriebe: Mit nur einem Werkzeug ist der Zugang zu den Online-Serviceplattformen verschiedener Hersteller möglich.

„Für den ZDK ist diese Entwicklung ein Meilenstein“, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski im Rahmen einer Pressekonferenz in Frankfurt. Auf der Automechanika stellt der Verband nun die Neuentwicklung vor. Den Prototypen hat der ZDK gemeinsam mit der Firma ADIS Technology in Herzogenrath entwickelt.

„Bevor die Vermarktung voraussichtlich im Lauf des kommenden Jahres beginnen soll, stehen zunächst umfassende Feldversuche zur Praxiserprobung an.“ Der ZDK-Vorstand werde sich nach der Automechanika abschließend austauschen und dann entscheiden.

Auslöser der Entwicklung war das Thema „Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen“. Daran arbeitet der ZDK seit mehreren Jahren national wie auch auf europäischer Ebene aktiv mit. Den Auftrag, einen standardisierten Datenzugang zu schaffen, hatte die Europäische Kommission an das Europäische Komitee für Normung (CEN) gegeben. Die ZDK-Technikabteilung war in alle relevanten CEN-Arbeitsgruppen eingebunden.

In diesem Zusammenhang hatte der ZDK zwei Studien durchgeführt, in denen die verschiedenen Diagnose- und Neuprogrammierungskonzepte der Fahrzeughersteller im Detail untersucht wurden. Die Studien sind mittlerweile abgeschlossen.

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