ZDK/ZVK-Verbandskrise Wir müssen wieder in den Dialog kommen

Von Doris S. Pfaff 7 min Lesedauer

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Wie geht es weiter? Im Interview nimmt ZDK-Präsident Arne Joswig ausführlich Stellung zur Verbandskrise zwischen ZDK und ZVK. Er betont die Wichtigkeit eines konstruktiven Austauschs und möglicher Reformen, um den Verband zukunftsfähig zu gestalten. Den Landesverband NRW möchte er gerne im Boot halten.

ZDK-Präsident Arne Joswig hofft, in der Verbandskrise die unterschiedlichen Positionen unter einen Hut zu bekommen und eine Spaltung verhindern zu können.(Bild:  Lensch & Bleck)
ZDK-Präsident Arne Joswig hofft, in der Verbandskrise die unterschiedlichen Positionen unter einen Hut zu bekommen und eine Spaltung verhindern zu können.
(Bild: Lensch & Bleck)

Herr Joswig, Sie haben in NRW versucht, die Mitglieder zu überzeugen, nicht dem Austritt des Landesverbands aus dem ZDK zuzustimmen. Ohne Erfolg. Was nun?

Arne Joswig: Ich bin von NRW eingeladen worden, dafür bin ich dankbar. Meine Aufgabe war, den Mitgliedern sachlich darzulegen, dass es auch Alternativen aus ZDK-Sicht gibt, und die andere Perspektive zu beleuchten. Die Vorlage zur Tagesordnung enthielt bereits den vorformulierten Beschluss, aus dem Landesverband auszutreten. Insofern werte ich es als Erfolg, dass die Vorlage abgeändert wird, sodass die finale Entscheidung im Herbst 2025 noch einmal zur Abstimmung steht. Von daher ist der Weg juristisch sauber und der Landesverband kann seine Kündigungsfrist einhalten. Außerdem schlage ich der ZDK-Mitgliederversammlung vor, die Kündigungsfrist für die Landesverbände auf sechs Monate zu verkürzen. Dadurch gäbe es die Möglichkeit, in Ruhe zu einer ausgewogenen Entscheidung zu kommen.