Verbandskrise ZDK und ZVK verhandeln über ihre Zukunft

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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In Berlin haben die Spitzenvertreter von ZDK und ZVK ihre Verhandlungen zur Trennung der seit 1978 bestehenden Geschäftsstelle eröffnet. Ziel ist, auch ab Januar 2026 unter gemeinsamem Dach die Interessen der Mitglieder zu vertreten, heißt es.

Suchen gemeinsam den Weg aus der Verbandskrise in eine tragfähige Zukunft: In Berlin trafen sich Vertreter von ZDK und ZVK, um die Verhandlungen zur Trennung ihrer Geschäftsstellen zu führen. (Bild:  ZDK)
Suchen gemeinsam den Weg aus der Verbandskrise in eine tragfähige Zukunft: In Berlin trafen sich Vertreter von ZDK und ZVK, um die Verhandlungen zur Trennung ihrer Geschäftsstellen zu führen.
(Bild: ZDK)

In einer offenen Arbeitsatmosphäre haben die Vorstände von ZDK und ZVK sowie Vertreter des Haupt- und Ehrenamts der Landes- und Fabrikatsverbände im Rahmen einer Klausurtagung in Berlin gemeinsam daran gearbeitet, im Sinne der Anforderungen der Mitgliedsbetriebe Leitplanken für die zukünftige Ausrichtung einer gemeinsamen Interessenvertretung des Kraftfahrzeuggewerbes in Deutschland zu definieren, teilte der ZDK mit.

Wie berichtet, hatte der Zentralverband des Kraftfahrzeughandwerks (ZVK) als Vertreter der Landesinnungsverbände im Dezember 2024 beschlossen, die seit 1978 existierende gemeinsame Geschäftsstelle aufzulösen und eine eigene Geschäftsstelle zur Erfüllung der Akkreditierungsrichtlinien für den Erhalt der AÜK zu schaffen. Die Trennung der beiden Geschäftsstellen muss bis zum 1. Januar 2026 vollzogen sein.

Eine Projektgruppe aus Vertretern von ZDK und ZVK geht nun ans Werk mit dem Ziel, bis zur ZDK-Mitgliederversammlung am 23. September in Weimar einen Vorschlag für eine mögliche neue Struktur und eine entsprechend angepasste Satzung zu erarbeiten, teilte der ZDK mit.

„Unser gemeinsames Ziel ist, den bestmöglichen Weg für eine auch zukünftig starke gemeinsame Vertretung der Interessen im Kraftfahrzeuggewerbe zu finden. Darin sind wir uns einig. Den Weg zu diesem Ziel definieren wir jetzt neu und passen ihn an die geänderten Anforderungen an. Unterdessen arbeiten wir im Verband gemeinsam weiter an vielen wichtigen Aufgaben und Projekten mit dem Ziel, Gutes für unsere Betriebe zu erreichen“, so ZDK-Präsident Arne Joswig in Berlin.

Satzung muss angepasst werden

Thomas Peckruhn, ZDK-Vizepräsident und Sprecher des Fabrikatshandels, ergänzt: „Wir müssen das Vertrauen der Betriebe wiedergewinnen, und dies geht nur über eine konstruktive Zusammenarbeit. Wir haben hier in Berlin in einem guten Geist und einem neuen Verständnis der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt begonnen. Dies wollen wir bis zur nächsten Mitgliederversammlung mit konkreten Lösungen untermauern.“

Detlef Peter Grün, ZDK-Vizepräsident, ZVK-Vorstandsvorsitzender und Bundesinnungsmeister, führt hierzu aus: „Die Ziele von Handel und Werkstätten sind synchron. Wir müssen aber gemeinsam an der wirkungsvollen Umsetzung arbeiten, die in eine gemeinsame und starke Interessensvertretung auf nationaler und europäischer Ebene mündet. Eine Trennung der Geschäftsstellen unter einem gemeinsamen Dach führt zu mehr Rollenklarheit und einer höheren Effizienz.“

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