ZF: Sechs-Gang-Stufenautomatik überarbeitet

Redakteur: Markus Lauer

Durch den Einsatz neuer Drehmomentwandler in Kombination mit einer verbesserten Getriebesteuerung soll das neue Sechs-Gang-Stufenautomatikgetriebe leistungsfähiger als sein Vorgänger.

Durch den Einsatz neuer Drehmomentwandler, kombiniert mit optimierter Getriebesteuerung und Hydraulik, soll das Sechs-Gang-Stufenautomatikgetriebe der zweiten Generation von ZF leistungsfähiger als sein Vorgänger sein und zugleich deutlich weniger Verbrauch ermöglichen. Nach Angaben von ZF würden Benziner mit dem neuen Getriebe bis zu drei, Fahrzeuge mit Dieselmotor bis zu sechs Prozent weniger Kraftstoff benötigen.

Um den Verbrauch zu verringern, entwickelte ZF eine Schaltstrategie der Wandlerüberbrückungskupplung mit dem Ziel, die Kupplung so früh wie möglich – nämlich direkt nach dem Anfahren – vollständig zu schließen. Um dabei die Schwingungen im Antriebsstrang zu beherrschen, setzt ZF neu entwickelte Drehmomentwandler ein. Beim Benziner übernimmt diese Aufgabe ein Turbinen-Torsionsdämpfer, für Dieselmotoren wurde ein Zwei-Dämpfer-Wandler entwickelt.

Auch die Fahrdynamik profitiert

Mit dem frühen Schließen der Wandlerkupplung und der Kompensation der Massenträgheiten durch die kleinere Wandlerbaugröße sei neben dem Verbrauch auch die Fahrdynamik verbessert worden. Neu sei außerdem, dass das Sechs-Gang-Automatgetriebe alle Doppelschaltungen direkt ausführt und teilweise um bis zu vier Stufen ohne Zeitverlust und fühlbare Verzögerung herunterschalten könne.

Die jeweils erforderliche Kupplung wird durch separate Druckregler direkt angesteuert, sodass für das Überspringen einer Fahrstufe keine zusätzliche Zeit benötigt wird. Dabei übernimmt eine überarbeitete Steuerungselektronik die Wahl der jeweils optimalen Fahrstufe.

Anhand der Daten über Lastzustand, Fahrsituation und die Geschwindigkeit, mit der das Gaspedal getreten wird, "entscheidet" die Software, ob um eine oder mehrere Stufen zurückgeschaltet wird. Im neuen 3er Coupé und X3 von BMW gibt es das Schnellschaltgetriebe seit September 2006.