ZKF: Mit einem blauen Auge davon gekommen

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Probleme mit Krediten

Die Geschäftsführerin der Bürgschaftsbank Thüringen GmbH, Annette Theil-Deininger, berichtete in ihrem Fachvortrag, welche Möglichkeiten die Betriebe in den Bereichen Finanzierung und Bürgschaften heute noch ergreifen könnten. Sie empfahl den Werkstätten, bei Problemen mit der Kreditbeschaffung auch mit der zuständigen regionalen Bürgschaftsbank direkt zu sprechen. Allerdings unterstrich die Bankerin, dass letztlich immer die Hausbank die Kredite vergeben würde, auch wenn die Bürgschaftsbank bis zu 80 Prozent des Risikos trage. Den Abschluss der Veranstaltung am Freitag übernahm der Dipl.-Psychologe und ehemalige Hochleistungssportler Klaus Rempe, der die Teilnehmer zum Mitmachen animierte – sein Thema war mentales Fitnesstraining in turbulenten Zeiten.

Am Samstag, den 9. Mai 2009, wurde der Branchentreff in der Firma Carl Friederichs GmbH in Frankfurt mit praxisorientierten Fachvorträgen fortgesetzt. Den Auftakt machte Dr. Ewald Schmon von Sata. Er zeigte den teilnehmenden Betrieben die Bedeutung des Atemschutzes bei Lackieranlagen auf. ZDK-Technik-Referent Werner Steber berichtete über die Entwicklung des Marktes für Hybridfahrzeuge und erklärte, welche technischen Probleme diese Fahrzeuge auch für K&L-Betriebe künftig mit sich bringen würden. Harald Schaad von Bosch erläuterte die Wartung und Einstellung von Fahrerassistenzsystemen. Den Abschluss der Fachvorträge machte Jürgen Peitz von Opel. Er wies am Modell auf die Besonderheiten der Karosseriereparatur am Opel Insignia hin.

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Diskussion um Zeiten

Der Branchentreff endete mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Reparaturzeiten“ unter der Leitung von Friedrich Nagel. Dabei diskutierte das Podium über unterschiedliche Reparaturzeiten bei Fahrzeugen der gleichen Bauart, aber mit anderem Firmenemblem (z. B. Seat Alhambra und VW Sharan usw.). Die grundsätzliche Frage dabei ist, was passiert, wenn der Reparaturbetrieb mehr Zeit für die Arbeiten benötigt, als der Fahrzeughersteller vorgibt. Einen höchst interessanten Hinweis gab in diesem Zusammenhang der BVSK-Geschäftsführer Elmar Fuchs. Er bezeichnete die Reparaturvorgabezeiten als Empfehlung des Herstellers, die lediglich im Vertragsverhältnis zwischen den Markenwerkstätten und Fahrzeugherstellern eine Rolle spielen würde. Demnach sind die Vorgabezeiten der Automobilhersteller und -importeure nicht rechtsverbindlich – zumindest nicht für Freie Werkstätten. Vielmehr sei die Reparaturzeit ausschlaggebend, die der Betrieb gebraucht habe. „Die muss die Versicherung beim Kasko- oder Haftpflichtschaden bezahlen“, sagte Fuchs.

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