1958 sorgte in den Showrooms der DB4 mit kräftigem 3,7-Liter-Reihensechszylinder für Furore. Mit ihm begann 1960 auch die fruchtbare Kooperation mit der Carrozzeria Zagato, die einen DB4 GT einkleidete, der die damals magische 250-km/h-Marke streichelte. Eine Messlatte, die der 1961 lancierte Jaguar E-Type nicht nehmen konnte.
Dienstwagen von Agent 007
Noch mehr Distanz zu Jaguar schuf der 1963 lancierte DB5. Mit Reifenschlitzern, Browning-Maschinengewehren, Rammstoßstangen und Schleudersitz gewann das Coupé ein Casting für die automobile Hauptrolle im Leinwandabenteuer „Goldfinger“. Fortan war Aston Martin wesentlicher Bestandteil der James-Bond-Legende.
Der dezent grollende, inzwischen markentypische Sechszylinder gab indes im 1967 eingeführten DBS seine Abschiedsvorstellung. Auch dieses Auto verdankt seine weltweit Popularität einer Filmrolle: In der Fernsehserie „Die Zwei“ trat er gegen einen Sechszylinder-Ferrari an. Ab 1971 konnte er es allerdings auch mit größeren Kalibern aufnehmen, denn ab da wurde er von einem neuen 280 kW/381 PS freisetzenden 5,3-Liter-V8 auf bis zu 255 km/h beschleunigt. Für David Brown war er Höhe- und Schlusspunkt seiner Leidenschaft für die Racer.
Ein Reigen unterschiedlicher Investoren bestimmte die folgenden Jahre bei Aston Martin, die aber dennoch modellpolitische Meilensteine hervorbrachten wie die futuristische Limousine Lagonda (1976) und ein Jahr später den V8 Vantage als Muscle Car unter den Gentlemen-Racern. Auf dem Genfer Salon 1986 wurde der Vantage Zagato umlagerter Showstar, das konnte nicht einmal der Ferrari GTO verhindern.
Dagegen zeigte der Virage zwei Jahre später den Weg in die 1990er Jahre. Die richtige Mitgift für die Ehe mit Ford, die 1987 ihren Anfang nahm. Unter Ford stieg Aston Martin zu noch nicht gekannter Größe auf. So feierte der DB7 im Design von Ian Callum 1993 Premiere und startete sodann durch als erfolgreichster Aston Martin aller Zeiten.
Das brachte unter der Führung von Ulrich Bez und abermals neuen Eigentürmern ab 2007 eine Fülle neuer Sportwagentypen, den viertürigen Rapide als modernen Nachfolger der Lagonda-Limousinen, eine überraschende Kleinwagen-Kooperation mit Toyota, Klassensiege in Le Mans und profitable Jahresergebnisse. Genügend Gründe zum Jubeln also bei der Jubiläumsparty.
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