16. Expertenmeeting: Prozesse der Karosserie-Instandsetzung

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Über 130 Gäste aus den Verbänden, der Fahrzeugindustrie, den Überwachungsorganisationen, der Versicherungswirtschaft sowie der Werkstattausrüster begrüßte »kfz-betrieb«-Chefredakteur Wolfgang Michel zum 16. Expertenmeeting Karosserie-Instandsetzung.

Im Jahr 2007 fand das Expertenmeeting Karosserie-Instandsetzung des des Branchenjournals »kfz-betrieb« im neu geschaffenen Vogel Convention Center in Würzburg statt. Und das aus gutem Grund: Denn diesmal hatte es sich die »kfz-betrieb«-Redaktion zur Aufgabe gemacht, mithilfe von 20 Ausstellern den gesamten Karosserie-Instandsetzungsprozess darzustellen.

In seiner Begrüßungsrede erinnerte Michel an das erste Expertenmeeting 1993, das auch in Würzburg stattfand. Das damalige Fazit des Meetings: „Die Stundenverrechnungssätze sind jenseits der Schmerzgrenze angekommen. Ein überproportionaler Anstieg der Kosten für die Unfallinstandsetzung erfordert rasche Maßnahmen zur Kostensenkung.“

Diese Aussage hat in den vergangenen 14 Jahren nicht an Aktualität verloren. Ganz im Gegenteil: Durch die Schadensteuerung der Versicherer sind die Stundenverrechnungssätze der Branche zusätzlich unter Druck geraten, sodass sich die Situation sogar noch verschlimmert hat.

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Deshalb stand das Meeting in diesem Jahr unter dem Motto: „Werkstatt-Effizienz 2010“. Ausgehend vom kostenintensiven Reparaturprozess wurde aufgezeigt, wo in den Werkstätten noch Einsparpotenziale liegen. Die Fachausstellung, die das Meeting begleitete, stellte zwei Fragen in den Vordergrund: Welche Organisations- und Reparaturmethoden sind effizient und wo liegen die Effizienzvorteile der ausgestellten Geräte?

Doch wie immer beim Expertenmeeting gab es zunächst einen Ausflug in die Theorie rund um die Karosserie-Instandsetzung, den in bewährter Weise Karl Damschen vom Ingenieurbüro Damschen moderierte.

Der Unternehmensberater für Karosserie- und Lackbetriebe führte aus, dass die Effizienz in der Werkstatt heute eine zentrale Rolle spiele. „Der Kostendruck für die Werkstätten ist groß und wir wollen klären, welche Möglichkeiten die Werkstätten haben, diesem Druck zu begegnen“, sagte Damschen. Zur Einführung zeigte er die üblichen Erlösbereiche bei der Unfallschadenreparatur auf: die Ersatzteilmarge, die Lohnverkäufe sowie die Lackmaterialien. Dem stellte er die Kosten der Werkstatt gegenüber. „Die Probleme in der Werkstatt beginnen dann, wenn sie den so genannten Grenzstundensatz bei der Unfallreparatur nicht mehr erzielen kann. Dann arbeitet der Betrieb nicht mehr kostendeckend“, führte Damschen aus. Dazu käme, dass die Ersatzteilmarge immer mehr unter Druck geriete.

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