25 Jahre BMW E34: Luxus & Leistung

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Ingolstadt entzog sich dieser Sportschau vorläufig, lancierte jedoch Ende 1990 einen neuen Audi 100, erstmals optional mit Sechszylinder-Benzinern. Dies, um „in der Oberklasse für angenehme Überraschungen zu sorgen“, wie die Einführungswerbung verkündete. Tatsächlich waren diese Überraschungen für BMW weniger angenehm, verloren doch die Volumentypen 520i/525i prompt erste Vergleichstests gegen die neuen Audi Limousinen und auch in den Verkaufscharts machte die Marke im Zeichen der Ringe Boden gut. Daran konnte nicht einmal der innovative Sechszylinder der Serie M50 viel ändern, mit dem die Vierventiltechnik bei BMW 1990 in Großserie ging.

Nur zwei Jahre später setzten die Bayerischen Motorenwerke mit diesem Triebwerk einen anderen Meilenstein, denn die neue variable Nockenwellensteuerung Vanos verbesserte Verbrauchswerte und Leistungsverhalten bei niedrigen Drehzahlen signifikant. Schlagzeilen machten Ende 1992 aber noch andere Kraftwerke: Mit V8-Benzinern vom Typ M60 bekamen 530i und 540i zwei prestigeträchtige Powerpakete unter die Haube, die mit einer deutlich breiteren Niere auf der Überholspur Präsenz zeigten. Mehr noch: Mit dem V8 war der 5er endgültig im automobilen Oberhaus angekommen und dies sogar als Kombi. Tatsächlich war der 530i Touring der erste europäische Kombinationskraftwagen mit Achtzylindermaschine und Vierventiltechnik.

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Ein Sechszylinder genügte dagegen dem M5-Touring, um als schnellster Kombi der Welt Geschichte zu schreiben. Ein luxusiöser Eiltransporter, der wie alle 5er-Touring über eine bis dahin einzigartige Option verfügte: Ein Doppelschiebedach, das für Front- und Fondpassagiere Fenster zum Himmel war. Neu für einen europäischen Edelkombi war außerdem eine separat zu öffnende Heckscheibe, um kleinere Gegenstände zu verstauen.

Damit noch nicht genug der Besonderheiten: Der 518g Touring startete 1995 als erster BMW mit bivalentem Antrieb, wahlweise konnte der 1,8-Liter-Vierzylinder mit Benzin oder Erdgas betrieben werden. Ansonsten blieb die Vierzylindermotorisierung in Deutschland nur ein Nebendarsteller. Galt doch gerade bei BMW „Sechs sells“ und so waren die 1992 eingeführten V8-Motoren mehr Imagebeschleuniger als entscheidende Volumenbringer. Dies stimmte sogar für Nordamerika, wo der 5er auch in speziellen M-Sportversionen angeboten wurde und zeitweise beliebtestes deutsches Statussymbol für Besserverdienende war. „Innovation, Dynamik, Eleganz. BMW: Die Weltmarke aus Deutschland“, resümierte eine Anzeigenkampagne die Erfolge der dritten 5er-Generation.

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