Autokauf in der Krise 28 Prozent wollen ihren Kauf verschieben

Von Doris S. Pfaff

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Knapp ein Viertel der Autokunden lässt die aktuelle Krise kalt: Sie halten an ihrem geplanten Fahrzeugkauf fest. Aber 28 Prozent wollen ihr Vorhaben verschieben, so das Ergebnis der aktuellen Puls-Studie. Unternehmer sollten dennoch weiter Kundenansprache betreiben.

Experten fürchten wegen der aktuellen Krise ein sinkendes Konsumverhalten. Das zeigt sich auch im Autohandel. Laut Puls-Studie wollen 28 Prozent der befragten Kunden ihren geplanten Kauf verschieben.(Bild:  ProMotor /  Pixabay)
Experten fürchten wegen der aktuellen Krise ein sinkendes Konsumverhalten. Das zeigt sich auch im Autohandel. Laut Puls-Studie wollen 28 Prozent der befragten Kunden ihren geplanten Kauf verschieben.
(Bild: ProMotor / Pixabay)

Welchen Einfluss haben Inflation, Energiekosten und eine mögliche Rezession auf die Entscheidung von Kunden beim Thema Autokauf? Diesen Fragen ist eine aktuelle Puls-Studie nachgegangen. Das Ergebnis: Für 24 Prozent der befragten Autointeressenten spielen die aktuellen Preissteigerungen bei ihrer Kaufentscheidung keine Rolle. Für die übrigen Befragten allerdings schon.

So gaben 30 Prozent an, sich wegen der Krise für ein kleineres Fahrzeug zu entscheiden, 28 Prozent wollen ihren Kauf gar verschieben, 24 Prozent wollen an der Ausstattung des Wagens sparen und 13 Prozent präferieren bei ihren Leasingverträgen und Auto-Abos kürzere Laufzeiten. Die Marktforscher haben im Monat September rund 1.000 Autofahrer dazu befragt, die in den nächsten sechs Monaten ein Auto kaufen wollen oder es in den vergangenen zwölf Monaten bereits gekauft haben.

Auffallend ist, dass bei den Käufern, die sich nicht von der Krise beeinflussen lassen, der Anteil der Männer um zehn Prozent höher liegt als bei den Frauen und generell die Gruppe der über 50-Jährigen insgesamt eher weniger von ihren Plänen abrückt. Die jüngeren Autokäufer (unter 30 Jahren) lagen bei allen Fragestellungen vorn. In dieser Altersgruppe wollen sogar 37 Prozent wegen der aktuellen Lage ihren Autokauf verschieben. Bei den über 50-Jährigen sind es nur 19 Prozent.

Jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken

Laut Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner zeigte sich zu Beginn der Corona-Krise ein ähnliches Umfrageergebnis. Auch vor zwei Jahren wollten viele Kunden ihren Autokauf nur verschieben. Gewinner seien im darauffolgenden Herbst die Händler und Hersteller gewesen, die liefern konnten und „bei der Werbung den Kopf nicht in den Sand gesteckt haben“.

Denn wer in Krisenzeiten antizyklisch agiere und gezielt Werbung und Marketing betreibe, könne bei jenen Kunden punkten, die ihren Kauf nur verschobenen hätten, so Weßner. So könnte beispielsweise aktuell die Automobilbranche mit Angeboten smarter Kompaktwagen und flexiblen Autonutzungsangeboten punkten. Das zeige auch die Tendenz der Kunden von Leasingfahrzeugen und Auto-Abos, die angesichts der aktuellen Krise kürzere Laufzeiten wählten oder wählen wollen, ganz nach dem Motto: Wer weiß schon, was morgen ist.

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