3H-Automobile übernimmt Reiferscheid
Der Traditionsname Reiferscheid ist aus dem Stadtbild von Remscheid verschwunden. Als Toyota-Standort wird das insolvente Autohaus künftig als Filiale von 3H-Automobile weitergeführt.

Das insolvente Toyota-Autohaus Reiferscheid in Remscheid wird unter anderem Namen vom neuen Eigentümer weitergeführt. Seit dem 1. August gehört der Betrieb zur 3H Automobile GmbH, die bisher bereits an drei Standorten im Großraum Bonn mit Autos des japanischen Fabrikats handelt. Als vierter Standort wird das Remscheider Autohaus inzwischen auf der 3H-Webseite gelistet.
Wie der „Remscheider Generalanzeiger“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, wird das Autohaus, über das am 9. April das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet worden war, künftig als 3H-Filiale geführt, der Name Reiferscheid entfällt damit. Nahezu alle Mitarbeiter des Vorgängerbetriebs seien im Zuge des Verkaufs zu 3H gewechselt, wird Insolvenzverwalter Jens Schmidt von der Wuppertaler Kanzlei RSW Runkel Schneider Weber zitiert.
Nicht weitergeführt wird dagegen der wesentlich kleinere Mazda-Servicebetrieb, den Reiferscheid vor Jahren eingegliedert hatte. Der neue Eigner 3H wolle sich ganz auf Toyota konzentrieren und habe dazu angekündigt, den erworbenen Standort „erheblich modernisieren“ zu wollen.
3H Automobile ist ein noch relativ junges Unternehmen, das im Jahr 2002 gegründet wurde und seit 2003 als Toyota- und Lexus-Händler in Bonn aktiv ist. Zwei reine Toyota-Filialen eröffnete das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Jahren 2007 in Rheinbach und 2009 in Sankt Augustin. Zuletzt beschäftigte 3H Automobile 90 Mitarbeiter.
Das Autohaus Reiferscheid blickt dagegen auf eine über 80-jährige Geschichte zurück. Gegründet 1932 war der Betrieb ab 1967 zunächst Fiat-Händler, seit 1986 dann Toyota-Vertriebspartner.
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