40 Jahre Erfolg ohne Ende
Gutmann: Die Geschichte von der Werkstatt in der Scheune zur 240-Mann-Unternehmensgruppe.
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Der 11.11. – ein Tag, an dem Anhänger von Fastnacht, Karneval und Fasching nur eines kennen: feiern, bis der Arzt kommt. Nicht so ein junger Mann aus einem kleinen Ort südlich des Kaiserstuhls anno 1968. Kurt Gutmann, gerade einmal 20 Lenze jung, legt an diesem Tag den Grundstein für seine unternehmerische Erfolgsgeschichte.
Davon, dass sein Name einmal zum Inbegriff für markenübergreifende Fahrzeugdiagnose werden soll, ahnt Kurt Gutmann zu diesem Zeitpunkt nicht das Geringste. Er ist noch minderjährig und ohne Meistertitel, doch er folgt einer Vision. Er möchte eine Porsche-Werkstatt gründen – gilt der junge Schrauber in Fachkreisen doch als Talent mit großem Verständnis für Technik und Motoren.
Gutmann versilbert seinen automobilen Besitz und richtet mit dem Geld im Heimatort Hochstetten bei Breisach/Rhein einen alten Bauernhof als Werkstatt ein. „Nebenbei“ absolviert er gleich zwei Meisterprüfungen und tüftelt parallel dazu mit seinen drei Mitarbeitern an den Motoren.
Die Werkstatt floriert dank guter Ideen, guter Freunde und sehr viel Fleiß. Die Kompetenz des Teams im Tuning und Abgastuning wächst, nicht zuletzt durch Gutmanns erfolgreiche Aktivitäten im Renn- und Rallyesport. Später erwächst daraus ein zweiter Unternehmensschwerpunkt: die Herstellung von Abgasanlagen. Vor allem G-Kats als Nachrüst- und OE-Teile finden reichlich Absatz.
Der Weg zur Diagnose
„Es begann mit den ersten G-Kats, die 1983 in US-Fahrzeugen auf den deutschen Markt kamen“, blickt Kurt Gutmann heute zurück. „Für mich war es eine Herausforderung, festzustellen, wie so ein G-Kat zu messen ist. Über fast fünf Jahre habe ich an der Lösung getüftelt. Der Pocket Compaa, wie wir ihn später nannten, war geboren.“
1984 entsteht aus dem Unternehmen die Gutmann GmbH und das neu am Stadtrand von Breisach erbaute Gutmann-Autohaus mit Peugeot-Vertrag. 1990 erfolgt die Aufteilung in Gutmann Automobiltechnik und Gutmann Messtechnik.
„Messtechnisch war damals eigentlich die Zusammenarbeit mit einem renommierten Hersteller geplant“, erinnert sich der Firmenchef. Doch die Abgastester, die er auf der IAA 1990 zu sehen bekommt, waren in seinen Augen völlig unakzeptabel. Also tüftelte der umtriebige Gutmann rund um die Uhr. Zur IAA 1992 präsentiert Gutmann Messtechnik das Ergebnis: den Abgastester Mega Compaa.
Die Zukunft heißtDiagnose
Parallel zur Abgasmesstechnik wird an der Zukunft gearbeitet: der Diagnosetechnik. 1995 präsentiert Gutmann den bis heute überaus erfolgreichen Diagnosetester Mega Macs 55, der gleich im Folgejahr den Innovationspreis der Automechanika bekommt und zu einem der meist gebauten Geräte seiner Art zählt. In den folgenden Jahren wachsen das Team, dessen Innovationskraft und die Produktpalette.
Im Jahr 2000 erwirbt die Familie in Breisach ein ehemaliges Militärgebäude und baut dieses zum Technikzentrum für Weiterbildung und Schulung aus. Auch die Ihringer Zentrale mit dem hauseigenen Callcenter wird Stück für Stück erweitert, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Heute zählt die Gutmann-Gruppe 240 Mitarbeiter. Die Basis dafür: Kurt Gutmann ist seinen Prinzipien stets treu geblieben – Respekt vor anderen, Fleiß und Engagement. Das sind beste Voraussetzungen für die Zukunft eines Unternehmens. Der Grundstein hierfür ist mit einem Joint Venture, der Überführung der Gutmann Messtechnik GmbH in die Hella-Gutmann-Solutions-GmbH bereits gelegt. In diesem Sinne: Happy birthday and good luck Gutmann!
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