40 Jahre Suzuki Swift

Kleine Rennsemmeln und globale Giganten

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Der Lebenslauf des Swift

  • 1981: Suzuki startet die Konzeption eines neuen Kleinwagens, des späteren Swift, der zum ersten gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit dem Konzern General Motors (GM) avanciert. General Motors (GM) hält seit diesem Jahr eine fünfprozentige Beteiligung an Suzuki
  • 1983: Auf der Tokyo Motor Show feiert der Suzuki Swift unter der anfänglichen Modellbezeichnung SA 310 Weltpremiere. Der Serienstart erfolgt Ende des Jahres, zunächst nur als Dreitürer. In Japan wird der Swift als Suzuki Cultus vermarktet
  • 1984: Deutscher Marktstart des Kleinwagens Suzuki Swift im Februar unter der Bezeichnung Suzuki SA 310 in Deutschland. Im November Umbenennung in Swift, außerdem ergänzen stärkere Motoren den bisher allein angebotenen Dreizylinder
  • 1985: Auf der IAA in Frankfurt debütiert im September der Swift GC mit fünf Türen und zehn Zentimetern mehr Radstand. In den USA erfolgt die Markteinführung als Chevrolet Sprint, in Kanada als Pontiac Firefly und Suzuki Forsa, in Australien als Holden Barina. Montagewerke finden sich in Kenia und Neuseeland, ab 1987 auch in Kolumbien (bis 2004) und Ecuador sowie Malaysia
  • 1986: Der Suzuki Swift erhält im Oktober ein Facelift, ab November ergänzen die Typen Swift GTI (Dreitürer) und Swift GXi (Fünftürer) mit 1,3-Liter-16V-Motor und 74 kW/101 PS Leistung das Modellprogramm
  • 1987: Suzuki erzielt in Deutschland mit 27.123 verkauften Einheiten einen neuen Bestwert in den Zulassungen. Harald Büttner gewinnt mit dem Suzuki Swift GTI in der Deutschen Rallye Meisterschaft sechs von acht Läufen. In den USA wird der Swift als Chevrolet Sprint Metro eingeführt, im Jahr darauf debütiert er dort als Geo Sprint Metro
  • 1988: Der fünftürige Swift GXi wird wegen Erfolglosigkeit wieder aus dem deutschen Programm gestrichen, fortan gilt für Suzuki die Regel „GTI müssen dreitürig sein“. Erst 2013 startet Suzuki einen neuen Versuch mit einem fünftürigen GTI. Der Swift GTi wird über mehrere Jahre in der Rallye-Weltmeisterschaft eingesetzt, allerdings nur bei einzelnen Läufen und mit sporadischen Erfolgen. Im September 1988 feiert die zweite Swift-Generation in Japan Weltpremiere als Suzuki Cultus
  • 1989: Europapremiere für die zweite Swift-Generation auf der Birmingham Motorshow und Einführung in Deutschland, jetzt auch mit 4WD und als GTI. In Deutschland ist Suzuki nach wie vor stärkste Allradmarke mit einem Segmentanteil von 19 Prozent vor Subaru und Mitsubishi
  • 1990: Neue Firmierung als Suzuki Motor Corporation. Im März kommt der Swift auch als Stufenheck in den Handel. Außerdem debütiert auf dem Genfer Salon der Swift Speedster, entwickelt und gebaut vom Tuner Zender. In Indien startet die Fertigung des Maruti Suzuki 1000, ab 1994 läuft der Vertrieb als Maruti Suzuki Esteem
  • 1991: Auf der IAA in Frankfurt wird im September das Swift 1.3 GS Cabriolet vorgestellt und wenige Wochen später auf dem deutschen Markt eingeführt
  • 1992: Als erste Suzuki Swift werden die dynamisch auftretenden Dreitürer und die um zehn Zentimeter längeren, familienfreundlichen Fünftürer in Europa produziert und zwar im Werk Magyar-Suzuki Hungary in Ungarn. Beim Pikes-Peak-Bergrennen in den USA startet Nobuhiro Tajima mit einem zweimotorigen Cultus/Swift. Ein Suzuki Swift GTI gewinnt das Sechs-Stunden-Rennen in Victoria/Australien
  • 1995: Vorstellung des Suzuki Swift in dritter Generation. Einführung des japanischen Schwestermodells Subaru Justy mit serienmäßigem Allradantrieb in Deutschland. Für ebenso flotten wie effizienten Vortrieb sorgt ein 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 50 kW/68 PS Leistung. Später folgt eine auf 63 kW/86 PS erstarkte Version. Eine Alleinstellung im Kleinwagensegment garantiert der serienmäßige ständige Allradantrieb des Justy. Eine Visco-Kupplung leitet die Motorkraft stets bedarfsgerecht an die beiden Achsen. Sogar Frischluft-Fans finden Freude am Justy, denn den kleinen Subaru gibt es als Sondermodell Sun mit Vinyl-Faltdach
  • 1996: Suzuki bezieht die in Deutschland vertriebenen Swift aus ungarischer Produktion
  • 1997: Insgesamt 31.643 Swift werden in Europa abgesetzt
  • 1999: 55.122 Swift werden in Europa verkauft
  • 2000: In Pakistan läuft die Produktion des Suzuki Cultus an. In China startet Changan Suzuki die Fertigung
  • 2002: Das Suzuki Concept S kündigt im Oktober auf dem Pariser Salon eine neue Swift-Generation an. Insgesamt 37.523 Swift werden in Europa abgesetzt
  • 2003: Auf der IAA in Frankfurt debütiert das Konzept S2 als nächster Vorbote des vierten Swift
  • 2004: Auf dem Pariser Salon feiert im Herbst die Serienversion der vierten Swift-Generation Weltpremiere. Mit diesem Swift präsentiert Suzuki das erste speziell für den europäischen Markt konzipierte Fahrzeug, das jedoch zugleich weltweit vermarktet wird. So startet die Fertigung zunächst in Japan
  • 2005: Im Februar beginnt die Fertigung des Swift in Ungarn. Im Mai beginnt die Produktion des Swift bei Maruti Suzuki in Indien und im Juni bei Changan Suzuki Automobile in China. Deutscher Verkaufsstart für den vierten Swift. Insgesamt 56.034 Einheiten des neuen Swift werden in Europa abgesetzt
  • 2006: In der Junior World Rallye Championship (JWRC) belegen Suzuki Swift Super 1600 die Ränge 2, 3 und 4 der Gesamtwertung
  • 2007: Der erste Swift Sport debütiert im September auf dem Pariser Salon. Titelgewinn in der JWRC für den 167 kW/225 PS starken Swift Super 1600. Insgesamt 121.038 Swift werden in Europa abgesetzt, neuer Bestwert
  • 2008: Weltweit wurden seit 2004 eine Million Swift ausgeliefert. In Deutschland wird der Swift im Suzuki Rallye Cup eingesetzt. Facelift für den Swift zu Jahresbeginn
  • 2010: Weltpremiere und Marktstart für die fünfte Swift-Generation mit mehr Platz und effizienteren Motoren. Neben drei- und fünftürigen Schrägheckmodellen steht eine Stufenheckvariante im Angebot, dies nur auf außereuropäischen Märkten. Die Produktion in Ungarn läuft im Juni an; im Dezember feiert Suzuki zwei Millionen Swift seit 2004
  • 2011: Allradantrieb steht auch für diesen Suzuki Swift im Angebot, außerdem ergänzt im September ein neuer Suzuki Swift Sport das Angebot. Nur noch 64.340 Swift werden in Europa verkauft, trotz des Modellwechsels
  • 2013: Weltweit wurden seit 2004 drei Millionen Swift abgesetzt. Der Swift Sport wird ab Juni auch als Fünftürer eingeführt
  • 2015: Suzuki feiert das millionste in Deutschland ausgelieferte Fahrzeug
  • 2016: Suzuki feiert fünf Milionen Swift seit 2004, davon wurden 2,7 Millionen Einheiten in Indien verkauft. Derzeit wird der Swift in sieben Ländern produziert, in Japan, Indien, China, Pakistan, Indonesien und Ungarn
  • 2017: Vorstellung der sechsten Swift-Generation im März auf dem Genfer Automobilsalon. Insgesamt 38.576 Swift werden im Jahr des Modellwechsels in Europa abgesetzt
  • 2018: Im Februar läuft der sechsmillionste Swift seit 2004 vom Band. Der globale Suzuki-Absatz überschreitet erstmals die Drei-Millionen-Marke (3,34 Millionen Einheiten) und auch in Deutschland kommuniziert der Importeur zum Abschluss des Geschäftsjahres 2017 einen neuen Bestwert von 38.165 Neuzulassungen. Der Swift fährt in sechster Generation vor
  • 2019: Suzuki ist der achtgrößte Automobilhersteller weltweit und weiterhin führender Anbieter im Minicar-Segment. Im August beschließen Suzuki und Toyota gegenseitige Kapitalbeteiligungen. Insgesamt 59.875 Swift werden in Europa verkauft
  • 2020: Im Juni erhält der Swift eine Modellpflege. Bis inklusive Juli wurden nur noch knapp 11.000 neue Suzuki zugelassen, ein Rückgang von 51 Prozent gegenüber dem ebenfalls schon schwierigen Vorjahr
  • 2021: Im Dezember kommuniziert Suzuki die Fertigung des achtmillionsten Swift
  • 2022: Produktionsbeginn des Swift in Ghana bei Toyota Tsusho Manufacturing. 29.873 Swift werden in Europa abgesetzt
  • 2023: Zum Jahresende debütiert der Swift in neuer Generation, zuerst im Oktober als seriennahes Concept Car auf der Tokyo Motor Show, dann zum Jahresende als Serienauto. Für Europa ist nur noch ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner vorgesehen, der Swift Sport entfällt. Suzuki erzielte 25.100 Zulassungen in diesem Jahr gegenüber 15.600 Zulassungen im Vorjahr. Im August feiert Suzuki das Produktionsjubiläum 80 Millionen Autos seit 1955, davon wurden 36 Prozent in Japan, 32,6 Prozent in Indien und 10 Prozent in Europa ausgeliefert; der Swift ist nach dem kleineren Alto das zweitmeistgebaute Auto mit 11,2 Prozent Anteil am Verkaufsmix. Präsident Suzuki kommuniziert das Unternehmenscredo: „Sho, Sho, Kei, Tan, Bi“ („Kleiner, weniger, leichter, kürzer, schöner“). Im globalen Größenranking der Automobilhersteller belegt Suzuki mit 3,2 Millionen in einem Jahr verkauften Fahrzeugen Platz 10, dies als global erfolgreichster Kleinwagenspezialist
  • 2024: Neun Millionen Exemplare in sechs Generationen und 40 Jahren – der Swift ist eine entscheidende Größe für Suzuki, global das zweitwichtigste Modell nach dem kleinen Alto. In Europa ist der Swift das wichtigste Modell des Herstellers. Im Frühjahr deutscher Marktstart für den Suzuki Swift. Neben der Frontantriebsversion ist der Swift auch mit Allradantrieb erhältlich. In den ersten neun Monaten erzielt Suzuki in Deutschland 19.500 Zulassungen, und damit gut zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die jüngste Generation des Suzuki Swift trägt dazu bei. Insgesamt sind in Deutschland aktuell 520.000 Suzuki zugelassen, der Swift ist dabei das verbreitetste Modell.

Wichtige Motorisierungen

  • SA 310/Swift 1. Generation (1983-1989): 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner (36 kW/50 PS bzw. 39 kW/53 PS bzw. 40 kW/54 PS bzw. 52 kW/71 PS) bzw. mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner (47 kW/64 PS bzw. 50 kW/68 PS bzw. 51 kW/70 PS bzw. 54 kW/73 PS bzw. als GTI 74 kW/101 PS)
  • Swift 2./3. Generation (1989-2004): 1,0-Liter-Vierzylinder-Benziner-Dreizylinder-Benziner (39 kW/53 PS) bzw. 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner (50 kW/68 PS bzw. als GTI 74 kW/101 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (68 kW/92 PS bzw. 70 kW/95 PS)
  • Swift 4. Generation (2004-2010): 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner (68 kW/92 PS) bzw. 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner (75 kW/102 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (92 kW/125 PS) bzw. 1,3-Liter-Vierzylinder-Diesel (55 kW/75 PS)
  • Swift 5. Generation (2010-2017): 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner (66 kW/90 PS bzw. 69 kW/94 PS) bzw. 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (100 kW/136 PS) bzw. 1,25-Liter-Vierzylinder-Diesel (55 kW/75 PS)
  • Swift 6. Generation (2017-2024): 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner (82 kW111 PS) bzw. 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner (61 kW/83 PS) bzw. 1,25-Liter-Vierzylinder-Benziner (66 kW/90 PS) bzw. 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (95 kW/129 PS bzw.103 kW/140 PS)
  • Swift 7. Generation (seit 2024): 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner (61 kW/83 PS).

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