Ford-Rückruf 400.000 Mustang müssen in den Stall

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Weil mit Streusalzwasser durchtränkte Fußmatten die Gurtverankerung rosten lassen könnten, müssen die Vertragswerkstätten gleich mehrere Arbeitsschritte durchführen. Und das bei weltweit 400.000 Exemplaren des Ford Mustang.

Vermutlich weit über 13.000 Mustang-Modelle müssen in die Werkstätten. Weltweit fällt der Rückruf deutlich größer aus.(Bild:  Ford)
Vermutlich weit über 13.000 Mustang-Modelle müssen in die Werkstätten. Weltweit fällt der Rückruf deutlich größer aus.
(Bild: Ford)

Ford hat eine Rückrufaktion für weltweit über 400.000 Exemplare des Mustangs eingeleitet. „Bei betroffenen Fahrzeugen kann ein korrodiertes Gurtstrafferseil eine geringere Festigkeit aufweisen und einen Insassen bei einem Unfall möglicherweise nicht ausreichend zurückhalten“, beschrieb ein Sprecher der Ford-Werke GmbH den Auslöser. Der Rost blüht aufgrund des Eindringens von Salzwasser im Winter. Die Gurtstrafferbaugruppe steht im Kontakt mit dem Teppich im Fußraum. Ist die Fußmatte längere Zeit durchfeuchtet, erhöht sich das Oxidationsrisiko.

Aus diesem Grund müssen die Vertragsbetriebe gleich mehrere Arbeitsschritte durchführen. Zunächst überprüfen sie die Verkabelung der Gurtstraffer auf der Fahrer- und Beifahrerseite auf Korrosion. Dies gilt auch für die äußere Sitzverschraubung und das Karosseriesteuergerät (BCM). Bei entsprechendem Ergebnis erfolgt ein Teiletausch. Zudem inspizieren die Mitarbeiter die Dichtung an der A-Säule und modifizieren sie.

Doch auch den Bodenbelag gilt es zu bearbeiten, wie aus einem Dokument der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) hervorgeht. Jene Teppichbereiche samt deren Unterlage, die mit den Gurtstrafferkabeln in Kontakt stehen, sollen „gemäß den technischen Anweisungen“ zugeschnitten und entfernt werden. Wie lange die gesamte Prozedur dauert, ist noch nicht überliefert. US-Kunden wurde der Start der Abhilfemaßnahme für das zweite Quartal des kommenden Jahres angekündigt.

Der Rückruf trägt den internen Aktionscode „25S92“ und gilt laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für den Bauzeitraum 14. Februar 2014 bis 2. Oktober 2017 – hierzulande für 13.442 Einheiten. Der Ford-Sprecher erklärte dagegen, ihm liege noch keine Stückzahlangabe für Deutschland vor. Zudem nannte er einen anderen betroffenen Produktionszeitraum, nämlich 15. Mai 2014 bis 10. Februar 2017. Daher sollten sich Kunden und deren Werkstätten mit Fragen zum Rückruf an die Hersteller-Hotline unter der Rufnummer 0221/9999 2999 oder die Online-FIN-Abfrage /https://www.ford.de/hilfe/rückrufe) wenden.

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