50 Ausreden aus 50 Jahren HU

Redakteur: Andreas Grimm

Die Hauptuntersuchung hat viele gute Seiten, nicht zuletzt in Sachen Verkehrssicherheit. Doch Pkw-Halter müssen alle zwei Jahre um die weitere Zulassung bangen. Und diese Angst setzt Kreativität frei. Eine Dokumentation.

Seit 50 Jahren signalisiert die HU-Plakette auf dem amtlichen Kennzeichen den ordnungsgemäßen Zustand eines Fahrzeugs im Straßenverkehr. Mit der regelmäßig wiederkehrenden Überwachung sorgen die zugelassenen Organisationen mit ihren Sachverständigen für Verkehrssicherheit und möglichst geringe Umweltbelastungen. Die seit langem sinkende Zahl an Verkehrstoten trotz des steigenden Pkw-Bestands gehen zu einem gewissen Teil auf die regelmäßige Kontrolle zurück.

Auf der anderen Seite hat die Beziehung zwischen dem Autofahrer und den Sachverständigen bzw. amtlichen Prüfern durchaus eine emotionale Komponente. Der TÜV Süd hat daher die besten und schrägsten Ausreden gesammelt, die auf die Mitarbeiter in den Prüfstationen kommen, wenn dem Heiligtum Auto Ungemach droht. Herausgekommen sind: „50 Jahre TÜV-Plakette – 50 Ausreden“.

Bände würden etwa die Aussagen füllen, dass das beanstandete Auto ohnehin für den Kundendienst, den Verkauf, die Verschrottung oder die Auslieferung ins Ausland vorgesehen sei. Als besonders findig treten die Fahrer von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen auf. Unter diesen ist offenbar die Ansicht weit verbreitet, dass für ein auf dem Acker genutztes Gefährt Bremsen, Licht oder Hupe eher zweitrangig sind.

Mehr über die Geschichte der Hauptuntersuchung lesen Sie in Ausgabe 15 des »kfz-betrieb«, die am 14. April erscheint.

Die 50 besten Kommentare und Ausreden

  • „Das Auto kriegt morgen meine Frau zum Geburtstag als Überraschung, ich muss jetzt sofort TÜV haben.“
  • „Mit dem Wagen fährt nur meine Frau.“
  • „Da habe ich keine Ahnung, mit dem Auto fährt nur mein Mann.“
  • „Meine Frau bringt mit dem Auto bloß die Kinder zur Schule.“
  • Attraktive Frau: „Mein Freund meinte, wenn ich beim TÜV vorfahre, bekommen wir vielleicht die Plakette.“

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