Alt-Opel IG 50 Jahre im Zeichen von Zeppelin und Blitz

Von Steffen Dominsky

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Fast 2.800 Mitglieder bewahren rund 135 Jahre Mobilität: Seit fünf Jahrzehnten kümmert sich die Alt-Opel IG um das historische Erbe der Marke aus Rüsselsheim. Damit ist die Interessengemeinschaft einer der ersten und erfolgreichsten Markenclubs in der Oldtimerszene – und heute auch die weltweit größte Opel-Community

Vor 50 Jahren formierte sich die Alt-Opel IG. Mit dabei waren (v. l.) Gisela Abel, Frank Thieme, Hans-Martin Weber, Eckhart Bartels und Harro Schmidt. (Bild:  Alt-Opel IG)
Vor 50 Jahren formierte sich die Alt-Opel IG. Mit dabei waren (v. l.) Gisela Abel, Frank Thieme, Hans-Martin Weber, Eckhart Bartels und Harro Schmidt.
(Bild: Alt-Opel IG)

„Als wir 1972 die Alt-Opel Interessengemeinschaft zum Laufen brachten, gab es noch keine Oldtimer. Man nannte Vorkriegsfahrzeuge einfach Schnauferl oder eben Veteranen-Automobile“, blickt Gründungsmitglied Eckhart Bartels weit zurück in die Vergangenheit. Der Bau des ersten Opel Motorwagen System Lutzmann lag zu diesem Zeitpunkt bereits 73 Jahre zurück. Fahrräder baute Opel industriell ab 1887, und mit Nähmaschinen hatte man 1862 begonnen. Es gab also schon 1972 ein breites historisches Feld zu beackern. Damals baute Opel in Rüsselsheim und Bochum legendäre Modelle wie den Opel GT, den Manta und Ascona wie auch die begehrten Großwagen der Traditionsreihe Kapitän, Admiral und Diplomat. Auch der beliebte Blitz-Schnelllastwagen gehörte noch zum weitgefächerten Opel-Angebot.

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Generationen von Opel-Baureihen hat die IG seitdem auf ihrem Weg ins Klassikerdasein begleitet. „Doch damals hat uns ‚junge Wilde‘ mit unseren 20 Lenze alten Nachkriegs-Opeln niemand ernst genommen. Erschwerend kam hinzu, dass in unserer Gründerzeit die Besitzer und Sammler teurer Automobile aus der Vorkriegszeit die Marke Opel als nicht erhaltenswert einstuften. Das alles wollten wir damals ändern, durch vorbildliche Leistung. Und tatsächlich, wir haben seitdem viel erreicht!“, weiß Eckart Bartels zu berichten.