Batterietest-Auswertung Ab 90.000 Kilometern sinkt der SoH deutlich

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Bei der Ermittlung des State of Health von Antriebsbatterien arbeitet der TÜV Nord jetzt mit dem Fahrzeugdaten-Lieferanten Carly zusammen. Carly hat nun die ersten 50.000 Tests ausgewertet – und überraschende Ergebnisse erzielt.

Über die Onboard-Fahrzeugdiagnose-App von TÜV Nord lässt sich ein Batterieschnelltest dürchführen, der nach CARA-Richtlinien zertifiziert ist und keine Belastung der Batterie vorsieht.(Bild:  Rosenow – VCG)
Über die Onboard-Fahrzeugdiagnose-App von TÜV Nord lässt sich ein Batterieschnelltest dürchführen, der nach CARA-Richtlinien zertifiziert ist und keine Belastung der Batterie vorsieht.
(Bild: Rosenow – VCG)

Fachleute wissen längst, dass Elektroautobatterien viel länger halten, als es zu Beginn der E-Mobilitäts-Ära prognostiziert wurde. Auch nach jahrelanger Nutzung und bei Fahrleistungen deutlich über 100.000 Kilometern erfreuen sich viele Akkus bester Gesundheit – ausgedrückt in einem SoH-Wert (State of Health) von 90 oder mehr Prozent. Das bedeutet: mindestens 90 Prozent der ursprünglichen Batteriekapazität und damit Reichweite sind noch vorhanden.

Trotzdem ist es immer wieder interessant, wenn Anbieter von Batterietests einmal über viele Fahrzeuge, Alters- und Kilometerkohorten hinweg Auswertungen fahren (und diese auch veröffentlichen). So wie aktuell der Fahrzeugdaten-Spezialist Carly, der unter anderem für den TÜV Nord eine Onboard-Fahrzeugdiagnose-App programmiert hat, die seit kurzem auch den SoH ermitteln kann.