„Abi und Auto“ kommt nach Nordbayern
Das Karriereprogramm „Abi und Auto“ bietet Abiturienten eine verkürzte Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit anschließender Weiterbildung zum Servicetechniker und Meister. In Landsberg ist es bereits etabliert, 2013 startet es in Haßfurt.
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Das Karriereprogramm „Abi und Auto“ wird ausgeweitet: Nachdem es sich in Landsberg am Lech bereits erfolgreich etabliert hat, kommt nun Haßfurt als nordbayerischer Standort hinzu. Das Programm bietet Abiturienten die Möglichkeit, innerhalb von zweieinhalb Jahren eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker zu durchlaufen. Im folgenden Halbjahr schließen sich gleich die Kfz-Servicetechniker-Prüfung sowie Teil III und IV der Meisterprüfung an.
Projektpartner in Haßfurt sind die Heinrich-Thein-Schule, wo der Berufsschulunterricht erfolgt, sowie die Kfz-Innung Unterfranken, die Handwerkskammer für Unterfranken und die Fahrzeugakademie Schweinfurt. Am 1. September 2013 sollen die ersten Nachwuchskräfte ihre Ausbildung beginnen. Bis dahin haben die Initiatoren die Aufgabe, bei Jugendlichen und Ausbildungsbetrieben für das Projekt zu werben.
Gottfried Reuß, Ausbildungsberater der Innung Unterfranken, und der Geschäftsführer der Handwerkskammer Frank Weth sind überzeugt, dass sich genügend Interessenten für eine Fachklasse finden werden, die dann ihren speziellen Bedürfnissen entsprechend unterrichtet werden kann.
Verzahnung von Aus- und Weiterbildung
„Der Markt benötigt eine solche Qualifikation, die eine sinnvolle Verzahnung von Aus- und Weiterbildung darstellt“, ist sich Weth sicher. Reuß betont, dass „Abi und Auto“ eine gute Möglichkeit für das Kfz-Gewerbe darstelle, engagierte Nachwuchsführungskräfte zu gewinnen und zu qualifizieren.
Um am Projekt teilnehmen zu können, müssen Auszubildende die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife besitzen. Mitbringen sollten sie außerdem Begeisterung für moderne Technik, analytisches Denken, Interesse am Umgang mit Menschen sowie Eigenverantwortlichkeit und Eigeninitiative.
Abiturient und Ausbildungsbetrieb schließen für das Projekt von Beginn an zwei Verträge ab: einen Ausbildungsvertrag und einen Qualifizierungsvertrag. Der Kfz-Betrieb übernimmt alle regulären Kosten der Ausbildung und zahlt ganz normal eine Ausbildungsvergütung. Inwieweit er auch für die Kosten der Qualifizierungskurse aufkommt, können Ausbildungsbetrieb und Projektteilnehmer frei vereinbaren.
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