Subventionen Absatzsprung des chinesischen Automarkts

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Hierzulande ist viel die Rede von Absatzschwierigkeiten in China. Doch der Automarkt ist dort zuletzt stark gewachsen. Dahinter stecken nicht zuletzt auslaufende Verkaufsförderungen. Vor allem BEV und PHEV waren gefragt.

Der chinesische Automarkt zog im Juni deutlich an, vor allem aber vermutlich wegen hoher Subventionen.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Der chinesische Automarkt zog im Juni deutlich an, vor allem aber vermutlich wegen hoher Subventionen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Der Automarkt in China hat im Juni von auslaufenden Kaufsubventionen profitiert. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat zogen die Auslieferungen an Endkunden um gut 18 Prozent auf 2,08 Millionen Pkw an, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Dienstag in Peking mitteilte. Das war für den Monat Juni zudem ein Rekord. Autokäufer nutzten noch einmal Subventionen für die Inzahlungnahme von Gebrauchtwagen aus, bevor sie in einigen großen Städten der Volksrepublik ausliefen.

Auch im Vergleich zum Vormonat legten die Verkäufe zu, obwohl der Juni wegen des einsetzenden warmen Wetters üblicherweise als ein schwächerer Monat für die Branche gilt.

In einigen Provinzen wie Guangdong, Henan und Zhejiang endeten die Kaufanreize früher als ursprünglich geplant. Zudem hat sich die im Land grassierende Rabattschlacht laut Angaben des PCA-Verbands besonders in den vergangenen zwei Monaten deutlich beruhigt. Dies könnte Kunden ebenfalls zum Gang zum Händler bewogen haben, bevor Rabatte möglicherweise zurückgefahren werden.

Die Verkäufe von sogenannten New Energy Vehicles (NEV) – vor allem Elektro- und Hybridantriebe – stiegen im Juni im Jahresvergleich noch etwas stärker als der Gesamtmarkt um fast 30 Prozent auf 1,11 Millionen Autos. Damit bilden sie mittlerweile die Mehrheit der verkauften Personenwagen.

Der Automarkt in China ist für die deutschen Autokonzerne enorm wichtig. In den vergangenen Jahren stockte das einst so rasante Wachstum für Volkswagen mit den Töchtern Audi und Porsche, BMW und Mercedes jedoch. Einerseits setzen lokale Elektroautohersteller mit ihren Billigpreisen vor allem dem Massenhersteller Volkswagen zu.

Wohlhabende Chinesen hadern zudem mit der Wirtschaftsflaute und der Immobilienkrise im Land, weswegen auch die Premiumautobauer in China arg in die Bredouille geraten sind.

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