Absatztempo von BMW zieht wieder an
Gute Geschäfte in Europa und Asien haben BMW zu einem starken Juni verholfen. In den USA drückt aber weiterhin der Schuh. Insgesamt hecheln die Münchner nach dem ersten Halbjahr 2016 weiter Mercedes hinterher.
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Der Absatz der BMW Group hat im Juni merklich Fahrt aufgenommen. Wie die Münchner am Dienstag mitteilten, bedeuteten 227.849 Auslieferungen ein Plus von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders in Asien und Europa stieg die Nachfrage nach den Modellen des Autobauers, in den USA tut sich BMW dagegen äußerst schwer.
189.097 der im Juni ausgelieferten Einheiten entfielen auf die Kernmarke BMW, ein Zuwachs um 9,7 Prozent. Wachstumstreiber der Marke waren zuletzt vor allem der X3 (+27,2 %), die 2er-Reihe (+49,6 %), der X1 (+79,8 %) und der 7er (+92,6 %). Mini erzielte mit 38.282 Auslieferungen (+6,3 %) nach eigenen Angaben den besten Juni der Markengeschichte. Auch Rolls-Royce erreichte mit 470 verkauften Autos (+33,9 %) einen neuen Juni-Rekord. Der Absatz der Motorrad-Sparte fiel dagegen um 3,2 Prozent auf 14.993 Einheiten.
„Unser Fokus liegt weiterhin auf nachhaltigem und profitablem Absatzwachstums. Trotz des schwierigen Umfelds in einigen Märkten bestätigt uns das Juni-Ergebnis, dass uns genau das gelingt“, kommentierte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson die Zahlen.
Das stärkste Wachstum verzeichnete die BMW Group im vergangenen Monat in Europa. Mit 110.303 verkauften Autos steigerte sich das Unternehmen dort im Vergleich zum Juni 2015 um 15 Prozent. Auf dem Heimatmarkt Deutschland fuhr der Autobauer mit 32.775 Verkäufen ein Plus von 14,8 Prozent ein, stark entwickelten sich zudem die Geschäfte in Italien (+19,8 %) und Frankreich (+10,9 %).
Ebenfalls positiv ist die Lage in Asien für die Münchner. In China, dem größten Automarkt der Welt, übergab die BMW Group im Juni 45.300 Autos an Kunden, 12,8 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist. In Nordamerika hat der Autobauer dagegen schwer zu kämpfen. Auf dem wichtigen US-Markt fiel der Monatsabsatz im Jahresvergleich um 11,9 Prozent auf 33.769 Fahrzeuge.
Mercedes behauptet Premium-Spitzenplatz
Im ersten Halbjahr 2016 hat die BMW Group damit 1.163.139 Autos verkauft, 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Konzernmarken BMW (+5,8 %), Mini (+5,4 %) und BMW Motorrad (+3 %) entwickelten sich allesamt positiv, Rolls-Royce musste per Juni dagegen Einbußen von 4,8 Prozent im Vergleich zu 2015 hinnehmen.
Im Rennen der deutschen Premiumhersteller um die Absatz-Krone muss sich die Kernmarke BMW mit 986.557 verkauften Autos im ersten Halbjahr 2016 mit Platz zwei hinter Mercedes-Benz zufrieden geben. Die Stuttgarter hatten kürzlich bekannt gegeben, erstmals in einem Halbjahr über eine Million Autos ausgeliefert zu haben. Audi liegt mit einem Absatz von 953.200 Autos auf Platz drei.
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