Exitstrategie
Abschied vom Lebenswerk
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Das Autohaus Lüttgen zählte zu den zehn ältesten Ford-Händlern in Deutschland, als es vor zwei Jahre seinen Betrieb endgültig einstellte. Ein schwerer Schritt, der eine genaue Planung erfordert und bei dem zahlreiche Stolpersteine lauern.
Es war keine erfreuliche Botschaft, die Markus Lüttgen kurz nach Weihnachten 2020 auf der kurzfristig anberaumten Mitarbeiterversammlung verkündete: Der Geschäftsführer vom Autohaus Lüttgen, einem der zehn ältesten Ford-Händler in Deutschland, musste seinen gut 40 Mitarbeitern mitteilen, dass sie alle ihren Job verlieren. Wenige Wochen zuvor hatte der Unternehmer den Vertrag für den Verkauf der Autohausimmobilie unterzeichnet, die auf einem 9.000 Quadratmeter großen Grundstück in zentraler Lage in Bergisch Gladbach liegt: Das Ende des Autohausbetriebs war damit besiegelt.
Dabei stand das familiengeführte Autohaus Lüttgen aus finanzieller Sicht bis zuletzt solide da. Auch der exklusive Ford-Händlervertrag wackelte zu diesem Zeitpunkt nicht. Ausschlaggebend für diesen harten Schnitt waren laut Markus Lüttgen, der 20 Jahre zuvor ins elterliche Unternehmen eingestiegen war, in erster Linie andere Gründe. „Als Betriebswirt lag mein Fokus immer darauf, Wachstum zu generieren. Allerdings sind wir aus Platzgründen irgendwann an unsere natürliche Grenze gestoßen“, erläutert er. 2015 hatte Markus Lüttgen im Beisein von Elena Ford, der Ururenkelin von Henry Ford, als einer der ersten Händler in Deutschland einen Ford-Store eröffnet. Rund 1.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkaufte das Familienunternehmen jährlich.
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