Absturz bei Pkw-Neuzulassungen in Baden-Württemberg

Von Antonia Seifert

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Fast zwei Drittel weniger Neuwagenverkäufe als im Vorjahr verzeichnete das baden-württembergische Kfz-Gewerbe. Trotz des allmählichen Corona-Exits zieht das Geschäft nicht wieder richtig an. Der Kfz-Landesverband vermutet als Grund die offene Entscheidung bezüglich einer Kaufprämie und fordert deshalb vom Bund ein schnelles Signal.

Um fast zwei Drittel sank die Zahl der Neuzulassungen in Baden-Württemberg.(Foto:  Grimm)
Um fast zwei Drittel sank die Zahl der Neuzulassungen in Baden-Württemberg.
(Foto: Grimm)

Alle Befürchtungen haben sich bewahrheitet und können nun auch im „Autoland“ Baden-Württemberg in Zahlen ausgedrückt werden: Um nahezu zwei Drittel ist der Neuwagenmarkt im „Ländle“ im April eingebrochen. Des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldete in seiner Länderstatistik 17.261 Pkw-Neuzulassungen. Im April des Vorjahres waren 46.623 neue Pkws verkauft worden. Das hat Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, mitgeteilt.

Die Einbußen um 63 Prozent zeigen laut Beuß eindrucksvoll die dramatische Lage des Automobilhandels im Südwesten. Bereits in der zweiten März-Hälfte seien wegen der Schließung des stationären Handels in den baden-württembergischen Autohäusern kaum mehr Verkäufe getätigt worden. Weil das Kraftfahrt-Bundesamt keine März-Zahlen veröffentlichen konnte, geht der Verband bei den Jahreszwischenergebnissen von Schätzungen aus. Der Rückgang in den ersten vier Monaten des krisengeschüttelten Autojahres 2020 beträgt rund ein Drittel.

Beuß appelliert an die Bundesregierung, eine schnelle Entscheidung zu Kaufprämien zu treffen. Mit jedem Tag steige die Kaufzurückhaltung in der Erwartung einer staatlichen Förderung. Das Kfz-Gewerbe plädiere für eine technologieoffene Kaufprämie. Dieser Zuschuss müsse rückwirkend ab dem Ende des Lockdowns gewährt werden und saubere Diesel und Benziner der aktuellen Schadstoffnormen Euro 6d-Temp und Euro 6d sowie junge Gebrauchtfahrzeuge einbeziehen. sagt Carsten Beuß: „Wir brauchen jetzt ein Signal, in welche Richtung es geht. Die Lage ist ernst.“

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