Abwassertechnik: Nicht am Ölabscheider sparen

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Das Thema Ölabscheider auf die leichte Schulter zu nehmen, kann schwerwiegende Folgen haben. Meist ist der Schacht die Ursache für Probleme, die nicht erst bei der Generaluntersuchung zutage treten.

Die Wandbeschichtung zum Teil abgelöst, der Schachtbereich porös (Bildrand) und Einbauten bzw. Zulauf angefressen: 50 Prozent aller Leichtflüssigkeitsabscheider aus Beton weisen erhebliche Mängel auf.
Die Wandbeschichtung zum Teil abgelöst, der Schachtbereich porös (Bildrand) und Einbauten bzw. Zulauf angefressen: 50 Prozent aller Leichtflüssigkeitsabscheider aus Beton weisen erhebliche Mängel auf.
(Foto: Makra)

Alternativlos ist kaum etwas im Leben – von Wahlmöglichkeiten in Diktaturen und Entscheidungsspielräumen im Bundeskanzlerinnenamt mal abgesehen. Auch in Sachen Ölabscheider – seit Kurzem politisch korrekt ausgedrückt „Leichtflüssigkeitsabscheider“, dem Sammelbegriff für Öl- und Fettabscheider – haben Kfz-Werkstätten, Tankstellen, Waschplatzbetreiber und andere die freie Wahl.

Leider jedoch meist nicht von Anfang an. Denn: Obwohl derartige Abscheider aus Beton mit hoher Regelmäßigkeit Probleme bereiten, kommen sie bei Neubauten noch immer zum Einsatz. Der banale Grund: Sie sind billig. Dass das nachteilig für die Umwelt und damit den Werkstattbetreiber ist, erfährt Letzterer leider meist erst im Nachhinein.