Praxistest Acht Dinge, die uns am Audi RS Q8 Performance aufgefallen sind

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Performance-Hybrid? Oder gar E-Auto? Solchen Konkurrenten begegnet das V8-getriebene Super-SUV mit der Lässigkeit eines in Würde gereiften Elefantenbullen. Wohl wissend: Wenn er mal gereizt wird, dann ist er immer noch verdammt schnell auf 180.

Das Wesentliche am RS Q8 Performance ist für das Auge nur sichtbar, wenn man die vordere Haube öffnet: der vier Liter große Achtzylinder mit 471 kW/640 PS.(Bild:  Rosenow – VCG)
Das Wesentliche am RS Q8 Performance ist für das Auge nur sichtbar, wenn man die vordere Haube öffnet: der vier Liter große Achtzylinder mit 471 kW/640 PS.
(Bild: Rosenow – VCG)

Immer, wenn wir ein Auto mit V8-Motor als Testwagen bekommen, stellen wir uns die bange Frage: Wird es der letzte sein? Zunehmend agieren ja auf maximale Performance ausgelegte Plug-in-Hybride als sportliche Spitzenmodelle deutscher Premiumhersteller – und die brauchen eigentlich keinen Achtzylinder, um die motorische „Grundlast“ bereitzustellen. Und gegen die schiere Beschleunigungswucht leistungsstarker E-Autos wirkt das Antriebselixier des Verbrenners ohnehin nur noch wie heiße Luft.

Umso schöner, dass der RS Q8 in der besonders brachialen Performance-Variante noch ganz bei sich ist: Kubikzentimeter (Hubraum) und bar (Ladedruck) sind wichtiger als Volt und Ampere. Kein Wunder, dass das Motorerlebnis mit Abstand den prägnantesten Eindruck beim Umgang mit dem stärksten serienmäßigen SUV der Audi-Geschichte hinterlassen hat.

Der vier Liter große Achtzylinder, der in der Performance-Variante immense 471 kW/640 PS abgibt, beantwortet jeden Millimeter Weg am Gaspedal mit genau der erwarteten Portion an Vortrieb. Wer sich zurückhält – die deutlich voneinander unterscheidbaren Fahrmodi helfen dabei –, für den ist der RS Q8 ein souveräner Cruiser, der leise und komfortabel im Verkehr mit rollt und noch nicht einmal beim Verbrauch einen Hinweis auf sein wahres Leistungspotenzial liefert. Um die zehn Liter sind problemlos machbar – da ist ein V6 mit der halben Leistung kaum sparsamer.

Wer hingegen in böser Absicht auf den Pinsel tritt, der erntet ein wütendes Aufbrüllen des Motors und darauf folgend die Durchsetzungskraft eines Elefantenbullen. Auch wenn ein E-Tron oder ein anderes starkes Elektroauto aus dem Stand schneller lossprinten mag – sobald Ladedruck, Drehzahl und Fahrstufe beim RS Q8 im richtigen Aszendenten stehen, geht es einfach nur brachial voran. Laut Audi beschleunigt der 2,4-Tonner in nur 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h. Das haben wir zwar ebenso wenig ausprobiert, wie wir versucht haben, die Rundenzeit von Frank Stippler auf der Nordschleife (7:36,698) zu unterbieten. Aber das muss man auch nicht; denn schon bei Halbgas sprintet das Fünf-Meter-SUV auf der Autobahn nachdrücklich voran und erreicht Geschwindigkeiten weit über 200 km/h so lässig, dass man davon kaum genug bekommen kann. Leider gibt es auf unseren viel befahrenen Schnellstraßen kaum noch die Gelegenheit, solche Spielchen mehr als ein paar Mal nach einander zu betreiben. Oder einmal die Höchstgeschwindigkeit auszuprobieren, die Audi per Aufpreis von der elektronischen Fesselung befreit. Maximal soll der RS Q8 Performance 305 km/h schaffen – für ein knapp 1,7 Meter hohes SUV ein beeindruckender Wert.

Aber gute Fahrleistungen sind ja nicht alles, was ein mindestens 155.700 Euro teures Luxusauto mitbringen sollte. Was uns bei den Testfahrten mit dem Audi RS Q8 Performance noch aufgefallen ist, lesen Sie in der folgenden Bildergalerie.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 17 Bildern

Lesen Sie hier, wie sich der kleine Bruder des Q8 im Vergleich mit dem Lexus LBX schlägt:

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