ADAC: Plug-in-Hybride meist kostengünstiger als Verbrenner
Der ADAC hat die Kosten von Verbrennern, Plug-in-Hybriden und Elektroautos über eine Haltedauer von fünf Jahren miteinander verglichen. Zum Sieger erklärte der Autofahrerclub die Verbindung aus konventionellem und elektrischem Antrieb.

Sind Autofahrer mit einem Verbrenner, einem reinen Elektroauto oder einem Plug-in-Hybrid am kostengünstigsten unterwegs? Dieser Frage ist der ADAC nachgegangen und hat die Kosten für einige Modelle mit den verschiedenen Antriebsformen untersucht. Als Gewinner hat der Autofahrerclub die Plug-in-Hybride auserkoren.
Die Verbindung aus Verbrenner und E-Antrieb schlug demnach bei fünf der insgesamt acht getesteten Marken jeweils einen vergleichbaren Diesel und Benziner in Sachen Wirtschaftlichkeit. Lediglich bei Kia und Volvo war ein Diesel kostengünstiger als der Plug-in-Hybrid, bei Toyota fielen sowohl für Selbstzünder als auch für Benziner die Kosten geringer aus.
Dagegen schnitten die reinen Elektroautos nur vereinzelt besser ab als vergleichbare Autos mit konventionellem Antrieb. Lediglich der Kia Soul EV und die elektrische B-Klasse von Mercedes-Benz konnten hier punkten. Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der reinen Stromer ist nach Ansicht des ADAC der immer noch teils zu hohe Kaufpreis.
Als günstigster Benziner ging der Citroën C1 VTi 68 Shine ETG hervor, er kostet einen Fahrer demnach lediglich 31 Cent pro Kilometer. Bei den Dieseln schneidet der Renault Clio Energy dCi 90 Intens EDC mit 36,3 Cent pro Kilometer am besten ab. Klassensieger der reinen Elektroautos ist der Citroën C-Zero mit 34,6 Cent pro Kilometer. Für Sparfüchse, die auf einen Plug-in-Hybrid setzen wollen, empfiehlt sich laut ADAC der Toyota Prius 1.8 Plug-in-Hybrid Life, obwohl er im internen Vergleich gegen Benziner und Diesel verliert. Mit 47,4 Cent pro Kilometer ist er dennoch der kostengünstigste Plug-in-Hybrid im Test.
Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen
Grundlage des ADAC-Autokostenvergleichs sind Anschaffungspreis, Wertverlust, Kraftstoff- bzw. Stromkosten, Werkstatt- und Reifenkosten sowie Steuern und Versicherung – bei einer Haltedauer von fünf Jahren und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern. Gerade auch bei Elektroautos und Plug-In Hybriden können die Kosten je nach Fahrprofil verhältnismäßig höher gegenüber konventionellen Antrieben ausfallen. Zum Kostenduell herangezogen wurden in Ausstattung und Leistung vergleichbare Versionen – nicht in allen Fällen stand dabei ein klassengleiches Modell zur Verfügung.
Mit Vorsicht zu genießen sind die Ergebnisse des Kostenvergleichs vor allem deshalb, da der Automobilclub beim Verbrauch NEFZ-Angaben (Neuer Europäischer Fahrzyklus) der Hersteller herangezogen hat. Diese sind vor allem bei Plug-in-Hybridmodellen zumeist völlig unrealistisch. In der Praxis dürfte der Kostenvorteil deshalb deutlich kleiner ausfallen.
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