ADAC: Rekord-Elektroauto abgebrannt
Der Automobil-Club bezweifelt die „Rekordfahrt“ eines zum Elektroauto umgebauten Audi A2, der im vergangenen Oktober die rund 600 Kilometer weite Strecke von München nach Berlin angeblich ohne „Tankstopp“ absolviert haben soll.
Das im Oktober 2010 mit einer Weltrekordfahrt bekannt gewordene Elektroauto der Firma DBM Energy ist nach Recherchen der ADAC Motorwelt in einer Halle in Berlin abgebrannt. Laut einer ADAC-Pressemeldung vom Montag habe DBM Energy dies inzwischen bestätigt. Allerdings sei der Rekordakku mit der sogenannten Kolibri-Technologie zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr im Auto verbaut gewesen. Der zum Elektroauto umgebaute Audi A2, der angeblich ohne Nachladen die Strecke von München nach Berlin geschafft haben soll, wurde nicht zuletzt auch von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle als Durchbruch in der Batterietechnik gefeiert. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte die vermeintliche Rekordfahrt mit 275.000 Euro gesponsert.
ADAC: „Ungeklärte Fragen“
Damit verstärken sich nach Ansicht des ADAC die Zweifel, ob bei der Rekordfahrt alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Der Automobil-Club hatte schon frühzeitig auf ungeklärte Fragen rund um das E-Auto der Firma DBM Energy hingewiesen. So etwa habe es kaum weiterführende Informationen zur Akku-Technik des Autos gegeben, heißt es. Ein zur damaligen Rekordfahrt bestellter Notar habe kurz vor der Fahrt seine Teilnahme abgesagt. Außerdem sei das Auto während der damaligen Rekordfahrt mehrfach aus dem Sichtfeld von Journalisten verschwunden, die die Tour beobachteten. Der ADAC habe der Firma DBM Energy auch einen Reichweiten-Check in seinem Testzentrum angeboten. Das Berliner Unternehmen habe dies damals allerdings abgelehnt.
In Berliner Lagerhalle abgefackelt
Wie der ADAC vorab in seinem Elektromobilitäts-Blog „Das elektrische Fahrtenbuch“ meldete, verbrannte das in einer Berliner Lagerhalle untergestellte Fahrzeug in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2010. Eine komplette Aufklärung der damaligen Rekordfahrt und der genauen Umstände des Brandes stünden derzeit noch aus, heißt es weiter.
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