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ADAC-Test: Kindersitze erfüllen ihren Zweck

Autor: Andreas Grimm

14 Kindersitze hat der Autofahrerclub einem Test unterzogen und zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Die Schutzfunktion war bei allen getesteten Sitzen vorhanden, entscheidend für die Sicherheit der kleinen Insassen ist eine andere Stellschraube.

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Der ADAC hat verschiedene Autokindersitze einem Test unterzogen. Immerhin gab es keine Totalausfälle. Die Crashtests zeigten, dass der richtige Einbau der Sitze sehr wichtig ist.
Der ADAC hat verschiedene Autokindersitze einem Test unterzogen. Immerhin gab es keine Totalausfälle. Die Crashtests zeigten, dass der richtige Einbau der Sitze sehr wichtig ist.
(Bild: ADAC)

Kindersitze sind für die kleinen Mitfahrer im Auto im Falle eines Verkehrsunfalls überlebenswichtig. Wie ist es um die Qualität dieser Sicherheitsausrüstung bestellt ist, hat nun wieder der ADAC in einer Reihe von Tests untersucht. Das Ergebnis fällt weitgehend gut aus, entscheidend ist vor allem die richtige Handhabung und Befestigung der Kindersitze.

Eines vorneweg: Alle getesteten Sitze übertreffen sogar die gesetzlichen Vorschriften. Insgesamt wurden 14 in Deutschland erhältliche Kindersitze in allen Größen auf die Kriterien Sicherheit beim Frontal- und Seitenaufprall, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt getestet. Acht Sitze erhalten das ADAC-Urteil „gut“, sechs werden mit „befriedigend“ bewertet.

Zum ausführlichen Testergebnis inklusive der Einzelkriterien (PDF-Download)

Im Testfeld überzeugte der Joie i-Spin Safe die Prüfer am meisten. Er ist für Kinder bis ins Alter von vier Jahre geeignet und bekommt die Bestnote 1,6. Ebenfalls „gut“ abschneiden konnte mit einer Gesamtnote von 1,7 der Cybex Aton B i-Size + Base M, der für Kinder bis etwa eineinhalb Jahre geeignet ist.

Auf die Eltern kommt es an

Doch der Kauf eines guten Sitzes allein reicht nicht aus, betonen die ADAC-Experten. Das richtige Einbauen eines Kindersitzes und das richtige Anschnallen sind besonders wichtig – das zeigen Crashversuche, bei denen typische Fehler nachgestellt wurden. Fehlbedienungen können bei einem Unfall schnell zu starken oder sogar lebensgefährlichen Verletzungen des Kindes führen.

Beim Einbau des Sitzes und beim Anschnallen des Kindes sollten Eltern immer darauf achten, den Gurt nicht zu verdrehen. Außerdem müssen die Gurte in die vorgesehenen Führungen eingelegt und straffgezogen werden, nur so kann bei einem Aufprall das Kind sicher zurückgehalten werden.

Nicht jeder Kindersitz passt gleich gut in alle Autos

Jacken sollten beim Anschnallen unter dem Beckengurt herausgezogen werden, damit der Gurt möglichst nah am Körper anliegt. Um Sitz und Kind richtig zu sichern, sollten sich Verbraucher nach dem Kauf des Sitzes daher ausführlich mit der Handhabung auseinandersetzen.

Der ADAC empfiehlt Eltern, sich vor dem Kauf eines Kindersitzes über das Angebot zu informieren. Nicht jeder Kindersitz passt gleich gut in alle Autos und auch die persönlichen Vorlieben von Eltern und Kindern unterscheiden sich. Nicht zuletzt rät der Autofahrerclub, Kind und Fahrzeug zum Kauf mitnehmen und die zur Auswahl stehenden Modelle auszuprobieren.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«