ADAC-Werkstatt-Test: Schlechte Erfolgsquote bei Freien Betrieben

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Peter Stopka will die Testpraxis des Clubs nicht in Frage stellen: „Da ist zu viel falsch gelaufen, wir hätten uns beim Kunden für die Nichteinhaltung des Termins entschuldigen und den Auftrag dann abbrechen müssen.“ Der Vorfall sei nicht zuletzt deshalb so ärgerlich, weil sein Betrieb bei internen Werkstatttests der Bosch-Service-Organisation in den letzten Jahren immer sehr gut abgeschnitten habe.

ADAC informiert spät

Der ADAC-Tester besuchte Peter Stopkas Betrieb im April. Doch erst am vergangenen Mittwoch – einen Tag vor Veröffentlichung – informierte der Club den Geschäftsführer in einem knappen Schreiben über das Ergebnis. So schlug am Donnerstag ein großer Medienrummel in dem Hamburger Betrieb auf, auf den der Geschäftsführer sich praktisch nicht vorbereiten konnte. Von der Medienresonanz in den kommenden Tagen wird aber abhängen, wie schwer der Ruf des Betriebs letzten Endes beschädigt ist.

Neben der teils mangelhaften Arbeitsleistung hat das schlechtere Abschneiden der überprüften Freien Werkstatten laut ADAC noch eine weitere Ursache: Die Betriebe ordneten den unterschiedlichen Kfz-Typen oft nicht den jeweils richtigen Serviceumfang zu – obwohl damit geworben werde, dass korrekt nach Herstellervorgaben gearbeitet werde.

Mercedes und Renault schnitten durchweg mit „sehr gut“ ab. Ein Mercedes-Betrieb erreichte sogar die vollen 100 Punkte. Nicht ganz makellos ist die Bilanz von Audi, BMW und VW. Aus den jeweils fünf in deutschen Städten durchgeführten Stichproben erreicht Audi einmal nur „befriedigend“, BMW einmal sogar nur ein „ausreichend“. Ein VW-Betrieb schnitt „gut“ ab. Die übrigen Durchgänge wurden alle mit „sehr gut“ bewertet, alle Fehler wurden gefunden und auch der Service stimmte.

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