ADAC-Winterreifentest: Zwei von drei Pneus „empfehlenswert“

Redakteur: Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Laut ADAC-Test gibt es in allen Preiskategorien „gutes und wintertaugliches Material“. Zugleich aber warnt der Automobilclub vor den neuen als „nicht empfehlenswerten“ eingestuften Billig-Reifen.

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Der ADAC hat in einem aktuellen Test zwei von drei Winterreifen als „besonders empfehlenswert“ oder „empfehlenswert“ eingestuft. „Autofahrer finden somit in allen Preisklassen wirklich gutes, wintertaugliches Material“, heißt es in einer Mitteilung des Automobilclubs vom Donnerstag. Zugleich aber warnt der ADAC vor den neun als „nicht empfehlenswerten“ bewerteten Reifen. Diese Produkte, zumeist Exoten aus Fernost oder Zweit- und Drittmarken großer Hersteller, fallen laut ADAC in ihren Leistungen deutlich ab.

Im ADAC-Härtetest standen den Angaben zufolge insgesamt 34 Winterreifen der Größen 185/60 R14 T und 205/55 R16 H. Die Pneus wurden auf trockener und nasser Fahrbahn, auf Schnee und auf Eis untersucht. Zusätzlich wurden Verschleiß, Kraftstoffverbrauch und Geräuschverhalten geprüft.

185er: Sieger Vredestein Snowtrac 3

Bei den schmäleren 185er-Reifen, wie sie beispielsweise auf Seat Ibiza und Skoda Fabia montiert sind, liegt laut ADAC-Test der Vredestein Snowtrac 3 ganz vorn. Daneben erhielten noch fünf weitere Reifen die Auszeichnung „besonders empfehlenswert“: Fulda Montero 3, Continental WinterContact TS 800, Bridgestone Blizzak LM 30, Goodyear UltraGrip 7+ und Dunlop SP Winter Response. Die abgewerteten Firestone Winterhawk 2 und Pneumant PN 150 Wintec fielen den Angaben zufolge wegen ihrer schlechten Bewertung auf Schnee durch. Marangoni 4 Winter und Sava Eskimo S3 boten laut ADAC „katastrophales Verhalten auf Nässe“, der Federal Himalaya WS-1 „versagte - abgesehen vom Verschleiß - in allen Testkategorien“, heißt es.

205-er: Sieger Continental WinterContact TS 830

Bei den 205-ern konnte sich laut ADAC-Test der Continental WinterContact TS 830 gegen 17 Konkurrenten durchsetzen. Ebenfalls mit „besonders empfehlenswert“ bewertet wurden der Goodyear UltraGrip 7+, ESA-Tecar Super Grip 7, Dunlop SP Winter Sport 3D und der Hankook Icebear W 440. In dieser Gruppe gab es laut ADAC nur drei Ausfälle. Wieder mit dabei: der Firestone Winterhawk 2 mit der „schlechtesten Schneewertung im Test“ sowie aus dem Billigsegment Goodride SW602 und Kenda Polar Trax (KR19). Diese beiden Reifen wurden wegen „schwacher Fahrleistungen auf nasser Fahrbahn“ abgewertet, heißt es. Die Reifen der 205er-Größe kommen bei Autos wie dem Audi A4, der Mercedes C-Klasse und beim Golf zum Einsatz.

Aufs Preis-Leistungs-Verhältnis achten

Fazit des ADAC: „Wer beim Reifenkauf nur auf Billigpreise setzt, wird vom Testergebnis enttäuscht sein. Besser ist es, Preis und Leistung genau zu vergleichen. Reifen mit der Bewertung „besonders empfehlenswert“ gibt es schon ab 46 Euro (185-er) beziehungsweise 70 Euro (205-er).“

Der ausführliche ADAC-Winterreifentest ist im Internet unter www.adac.de nachzulesen.

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