Die richtige Wahl
Die Auswahl der richtigen Öle für Klassikfahrzeuge hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:
- Herstellervorschriften
- Spezifikationen wie z. B. API
- Baujahr
- Einsatzbedingungen und etwaige Besonderheiten wie z. B. ein vorhandener Ölfilter
Alte Betriebshandbücher geben die Viskosität des Öls in Grad Engler bei 50 °C an. In der Regel sind die Angaben sehr weit gefächert (siehe Tabelle 1 rechts unter „Mehr zum Thema“). Die heute gültige entsprechende SAE-Klasse ermittelt nachstehend die vereinfachte Vergleichstabelle mit angenäherten Werten (siehe Tabelle 2 rechts unter „Mehr zum Thema“.)
Hinsichtlich der Additivierung des Motoröls gilt die Faustregel: je älter das Fahrzeug, desto weniger Additive im Motoröl. In Klassikfahrzeugen sollten unlegierte oder mild legierte mineralische Öle zum Einsatz kommen. Synthetische Motoröle – sie kamen erst ab etwa 1980 auf den Markt – eignen sich aufgrund ihrer „modernen“ Additivierung nicht für diese Fahrzeuge.
Eine gute Orientierungshilfe bei der Auswahl bieten technische Datenblätter der Schmierstoffhersteller. Für ältere Fahrzeuge (vor 1970) kommen vor allem die Spezifikationen API SA, SB, SC und SD für Benzinmotoren bzw. API CA, CB, CC und CD für Dieselmotoren in Frage. Für die Auswahl auf Basis von API-Spezifikationen gilt die Faustregel: Je älter das Fahrzeug, desto näher am Buchstaben „A“ sollte der jeweils zu den Klassen S, C oder T hinzugefügte Buchstabe sein.
Addinol bietet mit den Motorölen M 30 SAE 30 und M 50 SAE 50 unlegierte Produkte entsprechend API SA/CA für Benzin- und Dieselmotoren an. Ihre Viskosität in Engler Grad liegt bei 5,30 bis 15,70 Grad Engler (bei 50 °C), bzw. für M 50 bei 23,20 bis 36,50 Grad Engler.
Zweitaktmotoröle
Bei Zweitaktmotoren unterscheidet man zwischen Gemisch- und Getrenntschmierung bzw. Frischölschmierung. Klassikfahrzeuge sind in der Regel nicht mit einem separaten Schmierstofftank ausgestattet, sodass hier Gemischschmierung häufiger ist (Mischungsverhältnis 1:25, 1:33). Zweitaktmotoröle für ältere Fahrzeuge werden nach API TA klassifiziert (aktuell bezeichnet API TC die höchste Klasse). In Klassikfahrzeugen können moderne Zweitaktmotoröle wie das mild legierte Addinol Super Mix MZ 405, basierend auf Mineralölen, eingesetzt werden. Sie sind meist mit einer Vormischkomponente versehen, um ein schnelles und gründliches Durchmischen mit dem Kraftstoff zu gewährleisten.
Getriebeöle
Die Viskosität von Getriebeölen wird ebenfalls in SAE angegeben. Allerdings wird hier ein anderes Zuordnungssystem verwendet. Die technischen Anforderungen an Getriebeöle (GL = gear lubricant) klassifiziert die API in den Kategorien GL 1, GL 3, GL 4 und GL 5. In der Regel verwendet man in Klassikfahrzeugen Einbereichsgetriebeöle nach API GL 1 und GL 3 wie z. B. die mild legierten Addinol-Getriebeöle 80W, 90 oder 140.
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