»kfz-betrieb«-Insider Aftersales bei Chinamarken – zwischen Herausforderung und Chance

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 5 min Lesedauer

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In Zusammenarbeit mit Concertare hat »kfz-betrieb« erstmals ein Stimmungsbild zum Werkstattgeschäft mit chinesischen Fahrzeugmarken ermittelt. Es zeigt, dass die Anbieter noch deutlichen Nachholbedarf haben.

Ein chinesisches Auto auf der Hebebühne – das ist heute noch selten, wird aber zunehmend zum Alltag.(Bild:  Rosenow – VCG)
Ein chinesisches Auto auf der Hebebühne – das ist heute noch selten, wird aber zunehmend zum Alltag.
(Bild: Rosenow – VCG)

Die Zuwachsraten der chinesischen Automobilhersteller im Neuwagenverkauf sind derzeit beeindruckend. Im Dezember verbuchten sie einen Marktanteil von vier Prozent, während es im Gesamtjahr lediglich 2,6 Prozent waren. 2025 registrierte das KBA insgesamt 73.400 Neuzulassungen chinesischer Marken (inklusive Polestar und Smart).

Allerdings macht nicht nur ein erfolgreiches Neuwagengeschäft eine Marke für den Handel attraktiv, sondern es müssen auch die Voraussetzungen gegeben sein, die Fahrzeuge in der Werkstatt effizient warten und bei Bedarf schnell und zufriedenstellend für den Kunden reparieren zu können. Und das nicht erst, wenn nach Jahren der Verschleiß zuschlägt. Unfälle können ab Tag 1 passieren, also muss ein Hersteller mit Beginn des Neuwagenverkaufs die nötige Aftermarket-Unterstützung leisten können: technische Daten und Reparaturinformationen, Ersatzteile, technische Unterstützung und Zeitvorgaben für die Reparaturen, um nur einige Punkte zu nennen.