Skoda Agenturvereinbarung scheitert – vorerst – kurz vor der Ziellinie

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Im Skoda-Partnerverband regiert die Enttäuschung. Nach zweijährigen Verhandlungen um die Agentur scheint eine Einigung nun an den Konzernoberen in Wolfsburg gescheitert zu sein. Die Gespräche mit dem Importeur seien zuvor konstruktiv verlaufen.

Wohin geht die Skoda-Reise? Nach vielen Jahren der Expansion in Deutschland hatte die Marke mit externen Einflüssen zu kämpfen. Jetzt geht es um das Agenturmodell und die Position im Konzern. (Bild:  Grimm – VCG)
Wohin geht die Skoda-Reise? Nach vielen Jahren der Expansion in Deutschland hatte die Marke mit externen Einflüssen zu kämpfen. Jetzt geht es um das Agenturmodell und die Position im Konzern.
(Bild: Grimm – VCG)

Der Skoda-Partnerverband hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur geplanten Einführung des Agenturmodells für das deutsche Partnernetz – zu der auch »kfz-betrieb« eingeladen war – kurzfristig abgesagt. Dabei waren die Gespräche zu diesem umstrittenen Thema mit dem Importeur, Skoda Auto Deutschland (SAD), weit gediehen. Für die Unterschrift der Verhandlungspartner fehlten aus Sicht der Händlervertreter nur noch die Zustimmung der Verbandsmitglieder auf der Versammlung – und das Plazet des Volkswagen-Konzerns. Doch Letztere blieb aus.

Das geht aus der Begründung für die Absage hervor. In einem Schreiben an die Mitglieder des Verbands der Skoda-Vertragspartner (VDS), das »kfz-betrieb« zugespielt wurde, heißt es, dass der Importeur mit dem ausgehandelten Kompromiss „in den zuständigen Konzerngremien“ gescheitert sei. Übersetzt bedeutet das: Skoda Auto Deutschland hat aus Wolfsburg nicht die Freigabe bekommen, die verhandelten Eckdaten zur Agentur in die Tat umzusetzen. Der Konzern hat das Verhandlungsergebnis schlicht kassiert.