AL-KO Kober setzt auf Qualität

Autor / Redakteur: Wolfgang Michel / Wolfgang Michel

Seit nunmehr 78 Jahren besteht das Familienunternehmen, das auch schon in der Vergangenheit schwere Zeiten überstanden hat. Seine Innovationskraft und die Flexibilität sowie die Qualität der Produkte macht Vorstand Stefan Kober hierfür verantwortlich.

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Kötz ist eine beschauliche Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg in der Nähe vom Legoland Deutschland. Im Jahr 1931, also lange vor Legoland, gründete der 23-jährige Alois Kober eine Schlosserei in Großkötz. Ab 1947 lernten seine Söhne Herbert, Kurt und Willy nacheinander bei ihrem Vater das Maschinenbauerhandwerk. Anschließend haben alle drei AL-KO zu einem weltweit agierenden Unternehmen entwickelt. Heute lenkt die dritte Generation die Geschicke der AL-KO Kober Group mit rund 4.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von etwa 700 Millionen Euro. Neben den Standorten in Europa ist die Gruppe in Asien, Afrika, Australien und Amerika präsent. Die AL-KO Kober Group ist heute ein weltweit tätiges Industrie-Unternehmen mit den Schwerpunkten „Anhängerkomponenten“, „AMCc Chassis“, „Automotive“, „Dämpfungstechnik“, „Garten & Hobby“, „Luft- und Klimatechnik“, „Absaugtechnik“ und „Kunststofftechnik“.

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Natürlich geht die derzeitige Krise auch an Kötz und den anderen weltweiten Standorten nicht spurlos vorbei. Nach einem erfolgreichen Jahr 2007 und einem guten Start 2008 entwickelte sich der Freizeitanhänger- und Reisemobilmarkt bereits ab Mai letzten Jahres rückläufig. Jedoch hat es das Unternehmen durch seine Innovationskraft und die Flexibilität auch schon in der Vergangenheit verstanden, Krisen gut zu überstehen. Die Qualität der Produkte ist es, die Vorstand Stefan Kober in den Mittelpunkt der Strategie, wieder steigende Umsätze zu erreichen, stellt: „Ziel unserer gesamten Arbeit ist die Begeisterung der Kunden durch die Qualität unserer Leistungen. Wir wollen unseren Kunden Komfort, Sicherheit und Freude verschaffen und eine lebenslange Partnerschaft aufbauen beziehungsweise aufrechterhalten. Dabei ist es uns ebenso wichtig, unserer sozialen und gemeinschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.“ Soziale Verantwortung – dafür steht das Unternehmen in der Region seit Langem. So gibt es nicht nur die Alois-Kober-Volksschule im Ort, auch die örtlichen Vereine profitieren seit Jahrzehnten von der AL-KO-Spendenbereitschaft.

Breites Angebot für die Kfz-Branche

Neben den bekannten Gartenwerkzeugen wie Rasenmähern steht AL-KO für die meisten Menschen vor allem für innovative Anhänger- und Chassiskomponenten. Die Fertigungstiefe in den Werken ist beeindruckend: Bremstrommeln, Bremsseile und Bremsbacken produziert das Unternehmen selbst. Das gilt auch für Rahmenbauteile für Wohnmobile oder Wohnanhänger sowie für jegliche Anhänger für Pkw und Nutzfahrzeuge. „Wir fertigen Baumarktanhänger in Masse ebenso wie individuelle Kleinserien oder gar Einzelstücke über unsere hochmodernen Produktionsstraßen“, erklärt Pressereferent Thomas Lützel.

Der Kfz-Branche präsentiert sich das Unternehmen traditionell während der Automechanika. Im letzten Jahr stellte AL-KO als Highlight die elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung vor. Laut Pressereferent Lützel brachte die elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung viele gute Kontakte zu leitenden Einkäufern aus der Automobilindustrie. Der Vertrieb in Richtung Autohäuser und Werkstätten läuft über die sogenannten AL-KO-Service- und -Zubehörpartner und den klassischen Teilegroßhandel (siehe auch www.al-ko.de).

Mit Optimismus in die Zukunft

Auf die Chancen der Zukunft angesprochen, antwortet Vorstandssprecher Roland Kober: „Durch unsere Geschäftspolitik, in jedem Bereich zu den Besten und zu den Branchenführern zu zählen, um damit konjunkturelle Schwankungen abzufedern, sind wir gut aufgestellt. Denn die momentanen Schwierigkeiten sind nicht überall und in allen Branchen in gleicher Weise zu spüren. Wir dürfen jetzt also nicht den Optimismus verlieren. Vielmehr müssen wir anpacken und das Beste daraus machen!“

Dass solche Aussagen nicht als Durchhalteparolen zu verstehen sind, zeigt die Tatsache, dass die Kober-Vorstände auch in der Krise bei der Ausbildung junger Menschen nicht sparen. 33 neue Auszubildende sind zu Beginn des letzten Ausbildungsjahres bei AL-KO im Landkreis Günzburg in ihr Berufsleben gestartet. Derzeit beschäftigt die AL-KO Kober Group an den Standorten Kötz, Ettenbeuren, Ichenhausen und Jettingen-Scheppach insgesamt 119 Auszubildende und acht Studenten. Zum 1. Oktober 2008 wurden zudem drei neue Studenten in den Studiengängen Maschinenbau, Projekt Engineering und Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt „Internationales und Interkulturelles Management“ ausgebildet.

Bereits vor mehreren Jahren hat AL-KO für die Auszubildenden das Weiterbildungskonzept „Junior Campus“ entwickelt und seitdem ständig verbessert. Dieses Seminarprogramm bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, parallel zur Ausbildung in der Berufsschule und im Betrieb zusätzlich wertvolle Kenntnisse zu erwerben. Übrigens: Für eine Ausbildung im Jahr 2010 können sich Interessierte bereits bewerben.

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