Alfa-Ehrenpräsident Hähn 82-jährig gestorben
Helmut Hähn war Zeit seines Lebens ein glühender Alfa-Fan und lange der älteste Händler der Marke in Deutschland. Bis zuletzt hielt er den Autos in seiner Werkstatt die Treue.
Helmut Hähn, Ehrenpräsident des Alfa-Romeo-Händlerverbands, ist am Sonntag im Alter von 82 Jahren verstorben. Bis zur Abgabe des offiziellen Handelsmandats im Jahr 2009 war der gebürtige Mannheimer Deutschlands ältester noch aktiver Alfa-Romeo-Händler. Antje Woltermann, Geschäftsführerin des Alfa-Romeo-Händlerverbands, bedauerte die Nachricht. Er habe für die Marke gelebt, wie kein anderer, sagte sie auf Anfrage von »kfz-betrieb«.
1952 hatte Hähn einen Servicebetrieb für die Marke Alfa Romeo gegründet, 1964 wurde er offizieller Händler des italienischen Fabrikats. In den sechziger Jahren war sein Betrieb Ausgangspunkt für einige große Motorsportkarrieren. PS-Stars wie Gerd Schüler, Jochen Mass oder Harald Ertl fuhren im Hähn-Alfa ihre ersten Siege ein. „Die Rennautos meiner Fahrer habe ich immer selbst präpariert und an der Rennstrecke betreut“, berichtete Helmut Hähn einst dem Motorsport-Journalisten Rainer Braun. An den Rennautos habe er mit seiner Mannschaft nach Feierabend geschraubt, tagsüber sei der ganz normale Kunde König gewesen, fügte er hinzu.
Auch nach der Trennung vom Handelsmandat hatte Helmut Hähn der italienischen Traditionsmarke die Treue gehalten und sich in seiner Mannheimer Werkstatt auf die Reparatur von klassischen Alfa-Romeo-Fahrzeugen spezialisiert. „Ich kann doch meine Oldtimer-Leute nicht im Stich lassen“, hatte der damals 77-jährige Helmut Hähn seine Entscheidung gegenüber Braun begründet. Er wolle seiner langjährigen Alfa-Kundschaft „noch so lange zur Verfügung stehen, wie der liebe Gott das zulässt“.
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