Alfons Behr als Obermeister bestätigt

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Autohäuser und Werkstätten im Raum Trier stehen mit anderen Arbeitgebern im starken Wettbewerb um Fachkräfte. Dabei erhalten sie Unterstützung von der Kfz-Innung. Verschiedene Maßnahmen seien geplant, sagte Obermeister Alfons Behr nach seiner Wiederwahl.

Werbung für das Meisterschild: Hans-Werner Norren, Präsident Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz, und Alfons Behr, Obermeister der Kfz-Innung Trier-Saarburg.
Werbung für das Meisterschild: Hans-Werner Norren, Präsident Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz, und Alfons Behr, Obermeister der Kfz-Innung Trier-Saarburg.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Mit der Arbeit ihres Vorstandes sind die Mitglieder der Kfz-Innung Trier-Saarburg zufrieden. Auf ihrer Jahreshauptversammlung haben sie Obermeister Alfons Behr erneut im Amt bestätigt. Behr kündigte allerdings an, nicht mehr die gesamte Wahlperiode das Amt ausüben zu wollen. „Ein bis zwei Jahre sollten ausreichen, um einen jüngeren Nachfolger zu finden und an das Amt heranzuführen.“

Die geografische Nähe zum Zwergstaat Luxemburg bringt der Region Trier auch Schwierigkeiten: Die hohen Löhne im Nachbarland veranlassen viele Facharbeiter dazu, zur Arbeit in das Herzogtum zu pendeln. Wer seine Mitarbeiter halten will, muss sie entsprechend hoch bezahlen. „Dies verschärft den Kampf um Fachkräfte in der Region zusätzlich“, bedauert Behr. Auch die sinkenden Ausbildungszahlen, von denen nahezu alle Branchen betroffen sind, machen sich in den Autohäusern und Werkstätten bemerkbar.

Nach Jahren des Rückgangs hat sich die Zahl der Kfz-Auszubildenden zuletzt immerhin auf ein stabiles Niveau eingependelt. Rund 65 Azubis starten in jedem Jahr ihre Ausbildung in den Kfz-Berufen. Um den jungen Männern und Frauen dabei zu helfen, hat die Kfz-Innung verschiedene Maßnahmen ergriffen:

  • Beim Starter-Nachmittag erhalten die Auszubildenden einen ersten Überblick über den Verlauf der Lehre. Ausbilder und Lehrer erläutern Eltern und Azubis, was auf sie zukommt und wo sie bei Problemen Hilfe bekommen.
  • Gespräche zwischen Vertretern des Prüfungsausschusses und Auszubildenden, die den ersten Teil der Gesellenprüfung mit schlechten Leistungen abgelegt haben, sollen helfen, die Gründe dafür zu finden. Dies ermöglicht gezielte Unterstützung, damit der Prüfling den Abschluss seiner Ausbildung mit besseren Noten besteht.

Die neuen Maßnahmen sollen natürlich den jungen Menschen helfen. Zugleich hofft die Kfz-Innung aber auch, die Zahl der Abbrecher zu reduzieren. Dadurch gewinnt die Branche wiederum an Attraktivität für eine Berufsausbildung.

Zudem will die Innung Betriebe, die nicht Mitglied bei der Kfz-Innung sind, in Zukunft stärker am Aufwand für die Ausbildung beteiligen. Künftig sollen ausbildende Nicht-Mitglieder neben der ohnehin fälligen Prüfungsgebühr auch eine Pauschale von 180 Euro bezahlen. Eine solche „Ausbildungsbetreuungsgebühr“ sei in anderen Gewerken der Region durchaus üblich, sagte Bärbel Schädlich, Geschäftsführerin der Kfz-Innung Trier-Saarburg. Vor Kurzem habe die Zimmerer-Innung eine ähnliche Regelung beschlossen. Vor Einführung der Pauschale im Kfz-Gewerbe muss aber die Handwerkskammer noch zustimmen.

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