Alles im grünen Bereich?

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Der Schmierstoffanbieter Motul unterstsützt Werkstätten mit einem umfangreichen Umwelt- und Entsorgungskonzept.

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Jeder kennt sie und bei den meisten Kfz-Betrieben sind sie beliebt wie Pest und Cholera: Die Herren von Umweltamt und Wasserschutzbehörde. Und das nicht ohne Grund: Denn bei kaum einem ihrer unangekündigten Besuche sind die Gesetzesvertreter zufrieden mit dem, was sie zu sehen bekommen. Fast immer finden sie ein Haar in der Suppe, manchmal auch ganze Büschel. Warum das so ist?

Häufig wissen die Werkstätten nicht, wo Gefahren bestehen und welche Pflichten sie haben. Doch wie sagt ein altes deutsches Sprichwort: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“. Das gilt in hohem Maße für den Betrieb einer Kfz-Werkstatt.

Auch die Firma, die ein ausgeprägtes Bewusstsein dafür hat, welche Gefahren für Mensch und Natur aus ihrem Handeln und ihren Produkten erwachsen können, ist nicht vor Konflikten mit Recht und Ordnung gefeit. Gesetze, die sich ändern (Stichwort EU), oder Zuständigkeiten von Behörden, die sich verschieben, machen selbst einmal erlangtes Wissen im Laufe der Zeit schnell überholt.

Dieses Dilemma hat der Schmierstoffanbieter Motul erkannt. Bereits seit Jahren bietet die Motul Deutschland GmbH ihren Kunden ein Konzept rund um Umwelt, Abfall und Entsorgung, genannt „Das grüne Dach“. Unter diesem sind eine Vielzahl von Hilfen für die Pkw- und Zweiradbranche zusammengefasst, die weit über die reine Entsorgung hinausgehen. Die Säulen, auf denen das Konzept ruht, gliedern sich in vier Einzelbereiche:

  • Öko-Inventur
  • Öko-Check
  • Öko-Assistant
  • Öko-Service

Die Vorteile für die Betriebe: Sie sparen Zeit und Kosten und werden vor allem in Sachen Rechtssicherheit unterstützt. Wie das funktioniert?

Ausgehend von einer unverbindlichen Bestandsaufnahme in den umweltrelevanten Bereichen erarbeiten die Motul-Mitarbeiter für den Kfz-Betrieb eine Schwachstellenanalyse und zeigen wunde Punkte auf. Sie beraten bei der Anschaffung und dem Betrieb von Umweltgeräten (z. B. Abscheider, Abfallbehälter) oder überprüfen das örtliche Entsorgungsunternehmen auf Kosten und korrekte Leistung. Alternativ bieten sie auch ein komplettes Entsorgungskonzept an, mit dem sich die Kosten senken lassen.

Umfangreiche Hilfe

Auf Wunsch erstellt Motul Abfallbilanzen und übernimmt den Schriftverkehr mit Behörden. Zum Beispiel die Erstellung der Nachweispflichten darüber, welche Gefahrenstoffe wann, wie und womit entsorgt wurden. Und sollten einmal alle Stricke reißen und dem Kfz-Betrieb Sanktionen und Strafen drohen, unterstützt das grüne Dach die Werkstatt bei Rechtsstreitigkeiten und gibt Prozessschutz. Zudem bietet Motul seinen Kunden Schulungen an. Denn Unwissenheit hin oder her: Nahezu jeder Betrieb ist verpflichtet, für bestimmte umwelt- und sicherheitsgefährdende Einrichtungen entsprechend geschultes Personal vorzuweisen – Details siehe Kasten „Schulungsangebot“.

Leiter und alter Fuchs in Sachen Umweltberatung bei Motul ist Henning Demke. Er koordiniert unter anderem die Schulungen von Motul, die bundesweit stattfinden – unter www.motul.de kann sich jeder unter der Rubrik „Umwelt“ über das aktuelle Vor-Ort-Schulungsangebot informieren. Zwischen 30 und 50 dieser Unterweisungen halten die Umweltexperten von Motul im Jahr ab. Die Kosten dafür bewegen sich deutlich unter den Angeboten anderer Anbieter. Wie das geht?

„Wir sind keine Prüforganisation und kein Abfallentsorger. Anders als diese müssen wir keinen Gewinn erwirtschaften“, beschreibt Demke das clevere Marketingkonzept von Motul. Die Kurse selbst sind praxisnah und – im Gegensatz zu denen anderer Anbieter – speziell auf die Belange von Kfz-Betrieben abgestimmt. Das heißt, hier geht es in den Schulungen um die Gefahr von Altöl in Werkstätten und nicht um die von Farbe im Sanitärbereich.

Landesweite Erfahrung

„Meine Kollegen und ich kommen in ganz Deutschland herum und kennen die Werkstatt und den Entsorger im tiefsten Brandenburg genauso wie die untere Wasserbehörde im Allgäu. Das verschafft uns ein umfangreiches Wissen, speziell was Kosten betrifft. Dies geben wir an unsere Kunden weiter“, schildert Gefahrgutbeauftragter Demke die Praxis. So bieten die Entsorgungsunternehmen ihre Leistungen landesweit zu Preisen an, die teilweise um 300 bis 400 Prozent differieren. Dank eines Kostenvergleichs im Rahmen des grünen Dachs können Kfz-Betriebe den für sie günstigsten Entsorger herausfinden und so im Jahr zirka 500 Euro an Entsorgungsgebühren sparen.

Was den finanziellen Aspekt betrifft, ist für die Motul-Kunden alles im grünen Bereich: Sie genießen die Vorteile des Konzepts meist ohne zusätzliche Kosten. Die Leistungen sind Bestandteil des Ölvertrags.

Außenstehende können sowohl einzelne Öko-Bausteine als auch das Komplettpaket erwerben. Letzteres zum Preis von 635 Euro im ersten Jahr und 335 Euro in den Folgejahren. Weitere Informationen unter www.motul.de bzw. unter 02203/17 00-1 51.

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