Fahrzeugklimatisierung Alles nur heiße Luft!

Von Steffen Dominsky 6 min Lesedauer

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Während die Bedeutung klassischer Wasserstandheizungen schrumpft, wächst die von Luftstandheizungen. Besitzer von Transportern, Kleinbussen und Wohnmobilen sind eine Klientel, von deren Komfortbedarf Werkstätten profitieren können – und sollten.

Die sinkende Nachfrage nach Wasserstandheizungen können Werkstätten mit dem wachsenden Bedarf an Luftheizungen kompensieren. Der technisch einfachere Einbau dieser macht die Sache auch für Karosseriebetriebe interessant(er).(Bild:  Dominsky – VCG)
Die sinkende Nachfrage nach Wasserstandheizungen können Werkstätten mit dem wachsenden Bedarf an Luftheizungen kompensieren. Der technisch einfachere Einbau dieser macht die Sache auch für Karosseriebetriebe interessant(er).
(Bild: Dominsky – VCG)

Der König ist tot, lang lebe der König! Dieser traditionelle französische Ausruf passt nicht nur im Fall des Wechsels eines weltlichen Herrschers. Nein, er lässt sich auch auf ganz banale Sphären übertragen. Beispiel Standheizungen: Viele Jahre lang war der Einbau einer Wasserheizung als Standheizung für Werkstätten ein einträgliches Geschäft. Material- und Einbaukosten im jeweils hohen drei- bzw. vierstelligen Bereich ließen die Kassen klingeln und sorgten für zufriedene Gesichter – auch auf Kundenseite. Doch die Zeiten haben sich geändert. Und das hat zwei Gründe.

Erstens: Immer mehr Fahrzeugen wurde ab Werk ein Zuheizer verpasst, mit dem ein Teil der Argumente, die für eine Wasserstandheizung sprechen, hinfällig wurde. Gleiches galt im Fall elektrischer Heizelemente (PTC-Heizer). Auch der schrumpfende Dieselanteil (bei Pkw) und der wachsende Anteil an E-Fahrzeugen sorgt mittlerweile für eine nachlassende Nachfrage nach Warmmachern mit Kraftstoffantrieb. Zweitens: Die immer komplexere Fahrzeugtechnik gerade bei Euro-6-Fahrzeugen vereitelt immer öfter den (problemlosen) Einbau einer Standheizung.