Alternative Kraftstoffe: Flüssiger Strom

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Audi geht unter die Ölhersteller: Der „E-Diesel“ entsteht aus Wasser, Kohlendioxid und elektrischer Energie. Damit und mit dem konzeptionell ähnlichen E-Gas lässt sich überschüssiger Ökostrom speichern und nutzen.

(Foto: Audi)

Audi arbeitet weiter an der Zukunft der Kraftstoffversorgung. Beim Dresdner Energietechnik-Unternehmen Sunfire entstanden im Frühjahr die ersten fünf Liter sogenannter E-Diesel, die umgehend im Tank des Dienstwagens von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (rein zufällig ein Audi) landeten.

E-Diesel ist schon der zweite synthetische Treibstoff, dessen Entwicklung der Ingolstädter Hersteller mit Nachdruck vorangetrieben hat. Beim E-Gas ist Audi schon etwas weiter: Seit Herbst 2013 speist die Pilotanlage im niedersächsischen Werlte das synthetische Erdgas ins Netz ein. Pro Jahr werden dort etwa 1.000 Tonnen produziert und dabei circa 2.800 Tonnen CO2 gebunden. Und warum nun noch E-Diesel? Nun, flüssiger Kraftstoff besitzt große Vorteile in Sachen Energiedichte und Speicherung und lässt sich in Lkw, Flugzeugen und Schiffen besser nutzen als Gas.