Alternative Kraftstoffe: Windstromgasbenzin

Von Jan Rosenow

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Wenn man aus Strom synthetische Kraftstoffe herstellt, geht der größte Teil der Energie verloren. Aber die entstehenden E-Fuels können in jedem Verbrennungsmotor verwendet werden. Die Experten streiten noch, welches Argument schwerer wiegt.

Komplizierter Prozess mit einfachen Zutaten: Für die Produktion von E-Diesel braucht man lediglich Kohlendioxid, Wasser – und sehr viel Strom.(Bild:  Audi)
Komplizierter Prozess mit einfachen Zutaten: Für die Produktion von E-Diesel braucht man lediglich Kohlendioxid, Wasser – und sehr viel Strom.
(Bild: Audi)

Wenn der Wind Strom macht, dann treibt also der Wind unser Auto an“, sinniert ein Junge in einem aktuellen Werbespot von Audi. Aber der Ingolstädter Hersteller preist darin nicht etwa ein Elektroauto an, das mit regenerativem Strom betrieben wird, sondern ein Erdgasfahrzeug. Pardon, ein E-Gas-Fahrzeug.

Audi ist der Autohersteller, der die sogenannten E-Fuels mit dem größten Nachdruck in der Öffentlichkeit vertritt. Dabei handelt es sich um synthetische Kraftstoffe, die aus Wasser und CO2 unter Zuhilfenahme von elektrischer Energie gewonnen werden. E-Fuels können sowohl gasförmig (Methan) als auch flüssig sein (Otto- oder Dieselkraftstoff). Der eine oder andere Leser mag nun verwirrt sein: Warum soll man aus Strom Gas oder Benzin machen? Schließlich kann man den Strom auch direkt nutzen und damit Elektroautos antreiben – und vermeidet die Verluste, die bei der Elektrolyse von Wasser und der Synthese von Kohlenwasserstoffen entstehen. Die Antwort ist ein eindeutiges: Ja, aber.