Serie „GW-Business-check“ Am Ende steht ein neuer Prozess

Von Dr. Martin Achter 4 min Lesedauer

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Nach der fast paradiesischen Zeit der vergangenen Jahre wird der Gebrauchtwagenhandel wieder anspruchsvoller: Die Zahl der Standtage steigt, die Erträge sinken. In einer Serie zeigen wir, wie Modellhändler Autohaus Bergmann damit zurechtkommt.

Wie gut sind Händler für Zeiten gerüstet, in denen das Gebrauchtwagengeschäft wieder härter wird? »kfz-betrieb« zeigt am Beispiel des Autohauses Bergmann (Name von der Redaktion geändert) in einer losen Serie, wo Herausforderungen liegen.(Bild:  Achter – VCG)
Wie gut sind Händler für Zeiten gerüstet, in denen das Gebrauchtwagengeschäft wieder härter wird? »kfz-betrieb« zeigt am Beispiel des Autohauses Bergmann (Name von der Redaktion geändert) in einer losen Serie, wo Herausforderungen liegen.
(Bild: Achter – VCG)

Lange Zeit waren Gebrauchtwagen ein knappes Gut, Händler konnten bei Käufern hohe Transaktionspreise durchsetzen – und dementsprechend gute Erträge erzielen. Doch der Markt wandelt sich seit über einem Jahr: Der allgemeine Kostenanstieg und hohe Zinsen lassen die Verbraucher mit dem Autokauf zögern. Das führt dazu, dass Händler die Preise senken. So lagen die Transaktionspreise Ende letzten Jahres durchschnittlich 0,3 bis 2,6 Prozent unter dem Niveau von 2022, abhängig von der Antriebsart, wie Daten der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) zeigen.

Gleichzeitig steigen die Standtage: Mittlerweile stehen 29 Prozent der Fahrzeuge länger als 90 Tage bei Händlern – mit zunehmender Tendenz. Bei durchschnittlichen Kosten von 23 Euro je Standtag (DAT-Standardwert) lassen sich mit diesen Autos kaum noch Erträge erzielen.