Am Meisterbrief nicht rütteln
Ein klares Bekenntnis zum Meisterbrief gab Obermeister Arno Stübs auf der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Kaiserslautern. Sie allein könne die Qualität der Betriebe und der Ausbildung sicherstellen.

Qualität im deutschen Handwerk lässt sich leicht auf einen Nenner bringen: den Meisterbrief. „Die Qualifikation muss erhalten bleiben“, forderte Arno Stübs, Obermeister der Kfz-Innung Kaiserslautern, auf der Mitgliederversammlung in der Pfalz. „Nur der Meistertitel stellt Qualität in den Betrieben und in der Ausbildung sicher.“
Aus Sicht des Handwerks sollte der Meisterbrief der Maßstab für ganz Europa sein. Demnach ist er das Instrument für mehr Ausbildung, weniger Jugendarbeitslosigkeit und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit. Entsprechend stehen Vorhaben der EU-Kommission zur die Deregulierung in der Kritik.

Deutschland habe die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union. Dazu trage die qualifizierte Ausbildung der Jugendlichen im dualen System bei, erinnerte Stübs. Das deutsche Handwerk leiste einen entscheidenden Beitrag, denn seine Ausbildungsquote ist mehr als doppelt so hoch wie die der Wirtschaft insgesamt.
Mit seinem klaren Bekenntnis zum Meisterbrief steht Arno Stübs in einer Reihe mit der Handwerkskammer Pfalz. Sie kämpft mit großem Einsatz um den Erhalt der höchsten Stufe in der beruflichen Ausbildung im Handwerk. Für Kammerpräsidentin Brigitte Mannert ist der Meisterbrief ein Kulturgut, das als Vorbild für Europa gelten kann. Im vergangenen Jahr schlossen 288 Kandidaten erfolgreich die Meisterschule der Handwerkskammer Pfalz ab.
Unterstützung erfahren die Kammern und Verbände inzwischen aus der Landes- und Bundespolitik. Die Politiker haben die Kommission bereits aufgefordert, keinen weiteren Reformdruck auf die in Deutschland bewährte Meisterqualifikation aufzubauen.
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