AML Group in Schieflage
Der BMW- und Mini-Händler AML Group ist zahlungsunfähig. Die Autohausgruppe mit vier Töchtern an zwölf Standorten hat einen Insolvenzantrag gestellt.
Der BMW- und Mini-Händler AML Group ist zahlungsunfähig. Wie die Muttergesellschaft der Handelsgruppe, die Palladius AG, mitteilte, hat das Unternehmen am Montag einen Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Münchner Rechtsanwalt Christian Gerloff bestimmt. Palladius gehe davon aus, dass für die Autohaustochtergesellschaften in den nächsten Tagen ebenfalls Insolvenzanträge gestellt würden, heißt es in der Mitteilung.
Zur AML Group gehören die BMW- und Mini-Autohäuser Böhm & Kelleners, Bavaria, Wölfle und Oberland Automobile mit insgesamt zwölf Standorten in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben 360 Mitarbeiter.
Das Unternehmen kämpft bereits eine Weile gegen die Schieflage an. Während der vergangenen Monate habe die AML Group „umfangreiche Aktivitäten“ unternommen, um ihren Fortbestand zu sichern, heißt es in der Mitteilung. Mit der Beratungsgesellschaft Dr. Wieselhuber & Partner habe die Gruppe ein Restrukturierungs- und Finanzierungskonzept erarbeitet, um gemeinsam mit der Hausbank Dresdner Bank AG eine Landesbürgschaft der LfA Förderbank Bayern zu erhalten. Letztlich sei es jedoch nicht gelungen, BMW von diesem Konzept zu überzeugen, sodass eine weitere Finanzierung der Unternehmensgruppe nicht sichergestellt werden konnte, schreibt Palladius zu den Gründen für den Insolvenzantrag.
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