Instandsetzen statt Erneuern An der Grenze des Machbaren

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 1 min Lesedauer

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Auch größere Schäden lassen sich instand setzen. Die diesjährigen WKST erbrachten den Beweis hierfür – inklusive eines Vergleichs der drei möglichen Methoden der Schadenbeseitigung. Allerdings muss die beauftragte Werkstatt das Instandsetzen auch beherrschen.

Der Schaden am VW Passat Variant B8: Vom rechten Kotflügel bis weit in die Beifahrertür zog sich ein tiefer Kratzer.(Bild:  Diehl – VCG)
Der Schaden am VW Passat Variant B8: Vom rechten Kotflügel bis weit in die Beifahrertür zog sich ein tiefer Kratzer.
(Bild: Diehl – VCG)

Nicht zum ersten Mal wurde während der Würzburger Karosserie- und Schadenstage (WKST) ein Schaden live instand gesetzt und somit der Beweis erbracht, dass Instandsetzen auch größerer Schäden möglich ist. Am vorletzten Märzwochenende dieses Jahres ging es aber um mehr, nämlich um den Vergleich zwischen Erneuerung, Einsatz von gebrauchten Ersatzteilen und Instandsetzung.

Der Schaden befand sich auf der Beifahrerseite eines VW Passat Variant, Baureihe B8: Vom Kotflügel bis weit in die vordere Tür zog sich ein tiefer Kratzer. Das klingt recht harmlos, war es aber nicht. „Die Instandsetzung des Schadens am VW Passat Variant lag an der Grenze des Machbaren“, sagt Michael Wallrapp von der Dekra-Niederlassung Würzburg, der das Schadengutachten erstellte. Gemeint ist die Tiefe des Kratzers, die an der Kante des Kotflügels zur Beifahrertür durch unachtsames Öffnen der Tür weiter vergrößert wurde. Die grundsätzliche Meinung des Sachverständigen hierzu lautet: „Soll ein solcher Schaden instand gesetzt werden, beispielsweise weil keine Ersatzteile lieferbar sind, funktioniert das nur mit Rücksprache mit der Werkstatt, die das Instandsetzen beherrschen muss.“