Anhängerkupplung nachrüsten: Einfach war gestern

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Viele freie Werkstätten bieten den bis vor wenigen Jahren einträglichen Einbau von Anhängerkupplungen wegen der stark gestiegenen Komplexität nicht mehr aktiv an. Ein Fahrzeughersteller erschwert die Anpassung der Bordelektronik absichtlich.

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Die Zugvorrichtung ist nach wie vor schnell drangeschraubt, doch der elektrische und elektronische Anschluss an das Bordnetz und die Bordelektronik wird immer schwieriger.
Die Zugvorrichtung ist nach wie vor schnell drangeschraubt, doch der elektrische und elektronische Anschluss an das Bordnetz und die Bordelektronik wird immer schwieriger.
(Bild: ATU)

Wer einen Gebrauchtwagen mit Anhängerkupplung (AHK) sucht, hat bei vielen Modellen nur wenig Auswahl. Die meisten Neuwagenkäufer scheuen den fast immer happigen Aufpreis und befürchten weitere Verluste beim Wiederverkauf. Denn auch eine abnehm- oder wegklappbare Hängerkupplung schreckt viele Kunden ab – das Auto könnte ja im Anhängerbetrieb Schaden an Kupplung, Getriebe oder Antriebswellen genommen haben. Ein Blick in einschlägige Gebrauchtwagenbörsen zeigt dann auch ein sehr überschaubares Angebot, oft verfügt nur ein Zehntel und weniger der eingestellten Fahrzeuge der Wunschkategorie über den gesuchten Haken. Das war in der Vergangenheit meist kein großes Problem: Eine AHK war schnell nachgerüstet, und dem aerodynamischen Fahrradtransport oder der sauberen Gartenabfallbeseitigung im Einachser stand nichts mehr im Weg.